Monthly Archives: Mai 2011

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Ankunft in Bangalore

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Jeder, der schon mal in Indien war kennt es, für uns war das neu: DAS Einreiseformular, ohne das man NICHT den Flughafen verlassen kann. Unfähig die Buchstaben überhaupt richtig herum zu schreiben füllt man nach dem langen Flug aus: Name, Geburtsdatum, Passnummer, Ausstellungsdatum und auch wann dieser abläuft, Visum: wann ausgestellt, wie lange gültig, äh war man schon mal in Pakistan? Überhaupt: wohin will man denn genau hingehen…? Und was bitte ist der Grund der Indienreise: Religion, geschäftlich oder „nur“ Urlaub? Ach, und wenn auch „nur“ Urlaub: Wohin geht man? Also nicht wohin „möchte“ man sondern WOHIN GENAU geht man. „Äh, das wissen noch nicht.“ Das geht nicht, denn ausgefüllt muss sein: die GENAUE Adresse UND die Telefonnummer. Puh. So, macht Euch gerne schon mal Notitzen wenn ihr vorhabt mal nach Indien einreisen! Dann gehen wir zur Passkontrolle. Das Formular muss vollständig ausgefüllt sein. PUNKT. WENN es ausgefüllt IST darf man weitergehen. Wir dürfen weiter, nachdem ich hie und da einfach irgendwas draufgeschrieben hab´.  Dann weiter zu den beiden streng schauenden Sicherheitsmännern in Uniform. Das Formular vorzeigen, ein Teil davon abreisen lassen und weiter zum dritten Stop: Sicherheitscheck, strenger Blick. Mann in Uniform auf jeder Seite. Vage frage ich mich, ob sich Indien im Kriegszustand befindet und ich nur nichts davon mitbekommen habe…? STOP. STEHENBLEIBEN! Das restliche Formular abgeben. Und jetzt? War´s das? Einfach so den Rest des Formulares abgeben? Wo landet das denn jetzt? Hallo? Wofür war das jetzt gut…? Egal, Gepäck abholen, die weiteren Sicherheitsbeamten nicht beachtend in die Halle gehen. Herzklopfen, poch, poch. Gleich sind wir „draußen“ ahhhh…ich bin ja nun soooo aufgeregt !!! Hüpf !!! Gleich, gleich !!!

Nein, nicht gleich, aber FAST. Fast wäre ich gleich draussen gewesen. FAST. Denn nun erst mal hinsitzen. „Wie….?“ Ungläubig anfrag: „Du magst Dich JETZT hinsetzen? Nicht JETZT endlich rausgehen? Die Luft spüren? Die indische Erde fühlen? Endlich das Land spüren? Rupies tauschen, Taxi organisieren und in die Stadt fahren…?“ „Nein, Sian, erst mal hinsetzen, der Rücken.“ „Und hast Du Dich denn nicht gefragt, wohin wir gehen? Wir haben keine Anlaufstelle.“ Na gut. Runterfahr. Nachdenken ist wohl angesagt. Und hinsitzen. Und warten. Und aushalten. Geduld. Der Lohn von Geduld? Genau: Geduld. Und ja- stimmt auch wieder: Wissen wir eben noch gar nicht, wo wir hingehen, denn ich würde jetzt weiterfahren und Guido mag erst mal schlafen. Verständlich. Und wenn schlafen wo.  Und ja, stimmt, es ist nichts organisiert. Hm, trab also wiederwillig hinterher zu den Liegesitzen. Die Rucksäcke wieder herunternehmen. So schön zugeschnürt doch nun wieder abschnallen. Gegenseitig wieder abnehmen, zuvor die schweren Taschen runternehmen. Dann auf die Liegesitze sitzen. „Wie unbequem.“ sage ich. „Nein, sie sind sehr bequem.“ sagt Guido. Ok, für den einen bequem, für den anderen nicht. Oh je, wie unbequem. Nichts sage ich mehr. Und ich versuche zu sitzen.  – „Ähm….wie lange….noch…?“ Ich merke, dass ich viel zu aufgeregt bin um noch länger ruhig sitzen zu können und zapple hin und her. „Ich brauche noch Zeit. Schau doch Du in der Zwischenzeit, wohin wir gehen könnten!“ Ja, gute Idee. Buch aufschlage, Bangalore, Stadtplan suche, alle Übernachtungstips durchlese. Hm, sooo viel Auswahl gibt´s auch wieder nicht, aber hier: „Bezahlbares Hotel. Vegetarisches Restaurant.“ Na, das ist ja genial! Ein vegetarisches Restaurant! Ich sehe bereits leckes Gemüse, Curry, Reis und Gewürztee. hm…. Lese dann weiter: „Saubere Zimmer“ ah schön, das ist ja wohl immer gut! „in Parknähe“. Na DAS klingt doch ebenfalls super: in Parknähe! Ich denke an Parknähe, also laufnähe und sehe deutsche Park´s mit gemähtem Rasen, kunstvollen Blumenbeeten, schönen Sitzbänken zum Verweilen vor mir… Erholung pur, wie SCHÖN und dann steht da auch noch „Churchstreet“ das ist nicht weit und klingt ja toll, so Kirche, Jesus, Maria… bei diesem Hotel sind alle Punkte „abgedeckt“. „Klingt doch super, in allen Punkten. Findest Du nicht auch?“ „Klingt gut.“  –  „Also…. nehmen wir?“  „Erst mal alles andere auch lesen.“ Wie…. alles andere bereits angedeutet gehabt und puntuell vorgelesen. Aber gerne alles auch nochmal in Gänze vorlese. Alles vorlesen. Schweigen.  „Was jetzt?“ Nochmal lesen. – Nachdenken. – Ja sag mal, bin ich zu ungeduldig?

Wie einigen uns, es anschauen zu gehen. Schön! Subi! Los geht´s! Nein, langsam. Ah jeh, jetzt ist fertig mit Geduld spüre ich, denn ICH kann nun echt auch nicht mehr !!! Aufsteh. Rucksack aufsetz, Tasche umschnall, Hand auf den Oberbauch press, das is´aber voll schwer das viele Gepäck, ah jeh! Aua. Egal, da kann man Rupies tauschen, da das Taxi organisieren. Mei, ich sag´s Euch, das DAUERT. Dann aber ist es soweit: Ich mache die Tür auf und fühle sogleich den warmen Wind, sehe die Palmen im Wind schaukeln sehe den Himmel, die Taxi´s….-Und? Wie fühlt es sich „draußen“ an? Wie ist die Luft? Wie fühlt sich die Erde an, das Land? Wie ist der erste Eindruck? Wundervoll. Ich fühle mich wohl und finde es wunderschön, wie die Vögel singen, wie sich die Luft anfühlt…..es ist warm, aber nicht heiss. Die Luft liebkost meine Haut und streichelt durch meine Haare. Es ist sehr sanft. Angenehm. Es weht ein leichter Wind. Er ist warm. Ähnlich wie in Teneriffe aber ohne Meer und ohne Vulkan. So warm wie in Dubai in der Nacht ist´s aber auch wieder nicht. Ah wie klasse, ich bin DA DA DA, TATSÄCHLICH DA DA DA. Ich FÜHLE es, endlich. Juhu! Ich freu mich so und könnte laut rufen JUHU ich bin DADADADADA !!!! Von wegen umfallen vor Hitze! HA! „Es ist schwül.“ sagt Guido „wie im Schwimmbad.“

Der Taxifahrer packt das ganze Gepäck in das Taxi hinein. Guido sagt nochmal, wohin wir gehen und lässt durchscheinen, dass wir nur mit Taxometer fahren und auch wissen, was es kostet. Ich freue mich, dass er das macht und JA, wir hatten am Stand VORHER wegen dem Preis gefragt. Wir denken an Dich liebe Miriam und an das, was Du uns über die Taxifahrer sagtest falls Du diese Zeilen hier liest. Im klimatisierten Innenraum fahren wir Richtung Stadt. „Kann ja nicht soooo weit“ sein denke ich. Hm, von wegen! Aber nun erst mal vorbei an dem Flughafengelände. Wie schön angelegt alles hier ist! Mit Blumenbeeten, Rasen, Palmen, Sitzbänken. So gepflegt und sauber. „Das wird schön in der Stadt.“ denke ich. „Den Puls einer indischen Stadt fühlen, auf den Bürgersteigen flarnieren, kleine Lädchen betreten, in einer Teestube mit indischer Musik sitzen…ach schön, dass wir ein oder zwei Tage Erholung vor der Weiterreise haben, das war doch eine gute Idee! Immer wieder muss der Taxifaher ganz langsam fahren denn nicht EINE Strassensperre, sondern Wellen aus lauter Strassensperren sind auf der Strasse. Das Fahrzeug ächtzt, ich spüre die Stahlfeder auf dem bereits die besten Tage hinter sich gelassenem und daher (total) duchgesessenen Sitz. Nun, das ist eben so, doch heh, wie aufregend! Nach vielen Strassensperrenwellen und Stahlfederspüren im Gesäß dann ein Häuschen mit einer Zahlstube. Dahinter ist dann aber fertig mit der „guten“ Strasse. Schlaglöcher, so groß und tief wie huch, weiß nicht wie groß, GROSS eben! Besser irgendwo festhalten. Hauptsache nicht laufen oder wie hier: Bus fahern. denn was sind denn das für Sträflingsbusse, die da neben uns fahren? Sind die vergittert oder sieht das nur so aus…??? Aus den Fenstern hängen Menschen und schauen in das Taxi. Ein Bus nach dem anderen taucht auf und alle sind so vollgestopft, dass ich denke: wie können denn da alle Platz haben…? Entsetzt schaue ich auf die (sind das jetzt Gitter?) und auf die dreckigen Fenster, die stumpfen, abgeblätterten Farben der Busse und bleibe mit meiner Aufmerksamkeit dann an den schwarzen Abgasewolken hängen. Boah, wie krass! Huch, Schlagloch, schnell mal eben festhalten.

Motorradfahrer durch die Abgaswolken sehe. Fahrer mit Helm, der Beifahrer ohne. Ah, hat er vergessen? Hm, das nächste Moped ist ebenso beladen. Helmpflicht in Indien nur für Fahrer? Oh, was ist denn das, da sitzt, ebenfalls ohne Helm und im Damensitz eine Frau mit Sari. An den Füßen Schläpchen. Du lieber Himmel, Schläppchen! Und wie kann sie sich da bei einem Aufprall schützend festhalten? „Gar nicht Sian.“  Und da sitzt noch ein kleines Kind dazwischen, schau mal! Weder die Mama noch das Kind haben einen Helm auf. Ich schaue auf die dünnen nackten Beinchen des Kindes. Soooo nah beim Auspuff! Ohje, ich bin entsetzt. Doch das ist wohl noch gar nichts. Es folgen zwei Männer mit Übergepäck und der Fahrer hat lediglich eine Hand am Lenker denn mit der anderen- äh seh ich richtig? telefoniert er. Eine Ausnahme? Nein. Die Regel. Im Auto der Fahrer nebenan hat auch ein Handy am Ohr. Ja sag mal, was ist denn hier los. Festhalten, Schlagloch. Huuup.Huuup. Warum hupt denn hier jeder?

Viele Menschen. VIELE. Ochsenkarren ohne Ochsen. Die Menschen schieben sie. Spielende Kinder mitten im Staub und Dreck. Frauen in bunten Saris. Mit rießigen Holzbündeln auf dem Kopf. Oder mit Schalen, die sie vollladen mit Steinen. Oder mit Krügen. Ah herjeh, das sieht alles so richtig schwer aus, warum tragen das denn nicht die Männer? Weil diese am Rand sitzen. Ah so. Bemalte Wände aus Beton. Wellblechhütten. Bananblätterhütten. Mit zig Menschen davor. Ein Tempel, gar nicht so schön wie im Prospekt. Es sieht hier ja alles so schmutzig aus. Aber das immer noch nichts gegen die Bauruinen im Abgasdunst. Wie Karies in Zähnen. Und ich kann es gar nicht fassen: Bergeweise Müll, Unrat, Abfall. Nicht nur hi und da. Nein, überall! An allen Rändern! Und nicht nur ein bisschen, nein, es ist richtig viel! Davor und obendrauf (mei, wie kann man da auf den Müllbergen stehen !!) dünne Kühe und noch dünnere Hunde, wo man die Rippen schon sieht. Sie alle suchen wohl nach Essbarem. Du lieber Himmel, nicht „nur“ Kühe oder Hunde (sicher auch Ratten) da wühlen ja auch Menschen! Die Frau auf dem Moped neben uns lächelt uns an. Sie hat eine Tüte mit Trinken am Mund. Es ist wohl leer, denn sie wirft es auf die Strasse. Der Fahrer unterdessen rotzt aus. Menschen überqueren die Strasse bei laufenden Verkehr. Man hupt, telefoniert, spuckt aus, redet miteinander, hupt und überholt. Der Faher kurbelt das Fenster runter. Die Luft ist nun stickig und heiss. Es riecht nach Schweiss, Urin, Kot, altem Müll und Abgasen. Er fährt uns zum falschen Hotel. Dann ist er total sauer, dass wir es nicht nehmen und lässt zur Strafe das Fenster offen. Der Gestank erschlägt mich fast.

Das Hotel sieht von außen schrecklich aus. Von innen ebenso. Ah herrjeh der Fahrstuhl ist wohl auch aus einem anderen Jahrhundert…? Wir dürfen ein Zimmer sehen. Es macht einen guten Eindruck, aber ich bin dennoch geschockt über die dreckigen Badvorleger, der Dunkelheit im Raum, den vielen schwarzschimmeligen Stellen im Bad und dem Lärm von der Strasse. Wir sagen dennoch zu. Wir sind total geplättet. Guido geht nach unten und checkt uns ein. Ich hätte es nicht machen können. Ich stehe wie angewurzelt. Ich weine, als ich alleine bin vor Schock. Dann rufe ich Erzengel Mi´Chael auf. Als Guido kommt stehe ich daher immer noch an der gleichen Stelle. Dann krame ich im Rucksack nach meinem Auraspray Erdung und sprühe auch Maria hilf. Ah wie gut, dass ich die mitgenommen habe! Das Notfallset dabeizuhaben ist doch immer gut! Dann packe ich die Wesen aus, stelle sie vorsichtig auf das Nachttischchen und gehe duschen. Ich kann sogar Zähne putzen, denn Guido hat nebenan Wasser gekauft. In Flaschen. Mit Deckel zu. Die Zähne putze ich NICHT mit dem Leitungswasser, oh nein, sondern mit Wasser aus der Flasche. Das Wasser ist nicht heiss, es KOCHT. Ich freue mich über das heisse Wasser und genieße die Dusche. Dann falle ich ins Bett. An der Decke ist ein Ventilator. „Der gleiche wie der im Traum.“ denke ich noch bevor ich einschlafe.

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Indien-Anflug

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Inzwischen kann Guido wegen seinen immer stärker werdenden Rückenschmerzen nicht mehr ungezwungen sitzen. Wir freuen uns, als der Aufruf den Flieger zu besteigen angesagt wird. Emirates, wir kommen! DAS konnte ja nur angenehm sein! Bequeme Sitze, freundliche Stewardessen, saubere Decken….doch alles ist ganz anders. Die Maschine, ein älteres Modell, macht keinen guten Eindruck. Drinnen ist eine sehr seltsame Atmosphäre, es riecht total extrem nach Kerosin. Die Stewardessen, allesamt super angenervt helfen Guido nicht, das Gepäck zu verstauen. Da er wegen den Schmerzen im Rücken arg das Gesicht verzieht und laut stöhnt macht sich big mama neben mir große Sorgen. Sie fragt andauernd nach: “Is he ok?” und ich kann beim Verstauen gar nicht helfen denn ich sitze diesmal total eingeklemmt in der Mitte und fühle mich auf dem Minisitzplatz, der für keinen von uns dreien irgendeine Art von Beinfreiheit bot, wie eine Ölsardine im der Dose. Es ist für alle von uns dreien beklemmend eng. Big mama und der langbeinige Guido brauchen Platz. Ich ziehe meine Beine und Arme ein und atme nur noch flach. Ich kann ja in den unmöglichsten Positionen dennoch eine ganze Weile bequem sitzen und sogar schlafen. Kurz vor dem Abflug gehen die Stewardessen jeweils mit zwei Spraydosen in der Hand durch den Gang um den Gestank zu übertünchen. Wie krass war das alles denn! Oh herrje, alles so seltsam! Was war bloß passiert…? Und ob dieser Flieger sicher in Bangalore ankommt wagte ich nach alldem, wie es sich hier anfühlt und entwickelt auch sehr zu bezweifeln !!!

So Schluss jetzt! Keine weitere Energie mehr dahin lenken! Nicht dass das noch wahr wird. Ich ziehe schleunigst die Notbremse. So kann´s ja nicht weitergehen, der Wagen entgleist! Ich reiße mich zusammen, aktiviere Kraft, Mut und Stärke, lasse Energie strömen, unterstütze Guido, halte meine Hand an seinen Rücken, beruhige gelassen und souverän big mama und verströme in all das Chaos gezielt die Energien Gelassenheit, Ruhe und Kraft. Ich bin voll “im alten Film”, denn genau das mache ich schon mein ganzes Leben lang: DA sein, präsent  sein, jedem Kraft schenken, Ruhe und Gelassenheit verströmen, an all das Gute erinnern….und es geht ja in solchen Situationen doch gar nicht anders, oder….? Doch, doch, es geht auch anders, man kann immer so oder so reagieren. Die Stimmung wird jedenfalls so schneller besser. Ich sitze zwar total zusammengeknotet, so wenig Platz wie möglich verbrauchend da, atme flach und schlafe aber auch irgendwann vor lauter Erschöpfung ein. Doch das merke ich nicht. Ich sehe, wie die Maschine sicher durch die Nacht in den Morgen fliegt, höre alle Geräusche, Stimmen und sogar Gespräche. Ich sehe, wie die Sonne aufgeht, spüre am ganzen Körper den Druckabfall, die Landung, wie wir aussteigen, ein Taxi besteigen, das Gepäck verstaut wird, wie wir in einem Zimmer mit Ventilator schlafen, einen Zug besteigen…sehe uns beschwingt durch ein Teefeld gehen und spüre uns weit drinnen im Land. Ich kenne mich da, wo wir laufen zwar überhaupt nicht aus, verstehe auch die Sprache nicht, doch wir fragen uns halt so durch. Wir verstehen uns gut und sind auf dem Weg zu Sai Baba´s Haus. Dieses fühle ich wie als wäre es sein Geburtshaus und bin  s e h r aufgeregt. Wir haben Rucksäcke auf den Schultern und Taschen mit Saris und Kurthas in der Hand. So voll bepackt finden wir dann das Haus und werden von einer sehr sympathischen älteren Frau mit Brille, die ihr schon ergrautes Haar hinten als Dutt zusammengebunden hat und eine hell beige Strickjacke über ihrem dunkelroten Sari trägt empfangen. Ich wundere mich über die Strickjacke, denn ich finde es so warm, aber vielleicht, weil sie älter war brauchte sie ja diese Strickjacke? Sie weist uns an die Schuhe auszuziehen. Ein Hund liegt schläfrig und desinteressiert an Besuch vor dem Haus. Ich bücke mich um ihn zu kraulen, ziehe meine Schuhe aus und der Guido ebenfalls. Beim Aufschauen spüre ich plötzlich am Boden ganz deutlich Gewusel von dem Hund ausgehen. Es fühlt sich auf einmal ganz wie junge Hundeenergie an. Hm, seltsam, als ich ihn anschaue liegt er genauso desinteressiert an Besuch und Streicheln da. Ich kann das gar nicht einordnen. Die Frau lächelt wissend. Dann betreten wir voller Andacht das Haus. Ein älterer Mann sitzt auf einem Stuhl und schläft. Er wacht auf und wir begrüßen ihn. Es kommen immer mehr Verwandte, Onkel, Tanten… Wir begrüßen alle traditionell. Ich möchte so gerne einen der Saris anlegen, komme aber nicht dazu. Es gibt Essen und es schmeckt köstlich. Ich bin aber zu aufgeregt um viel essen zu können. Die Stimmung ist voller Zauber, ganz einzigartig. Alle freuen sich, weil Sai Baba heimkommt. Dann, als er gerade zur Tür hereinkommt und begrüßt wird werde ich…. geweckt !!! Ahhhhhh…..ich fasse es nicht, dass ich ausgerechnet JETZT geweckt wurde und dass ich das alles nur geträumt haben soll…?!

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Weiter geht´s

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Erleichterung: Nach einer halben Stunde spüre ich klar Besserung und kann wieder gehen. Ich bin super dankbar. Wir suchen eine Apotheke, kaufen Schmerzmittel, Magnesium und Kräuterpastillen. Anschließend noch Wasser und begeben uns dann langsam zum Check-Inn für den Weiterflug nach Bangalore. Dann heißt es warten. Viereinhalb Stunden Aufenthalt sind es im Gesamten. Es ist kurz vor halb drei, Ortszeit Dubai, als wir in der Abflughalle nach einem Sitzplatz Ausschau halten. Es ist schon ziemlich voll, anscheinend ist Bangalore (und das mitten in der Nacht!) ein beliebter Anflugplatz. Wir spüren hin, wo es uns „hinzieht“. Lassen uns Zeit. Lustig, uns zieht es an den gleichen Platz, also gehen wir da hin. Es ist ein Sitzplatz und so wechseln wir uns beim Sitzen ab. Wir unterhalten uns ein wenig. Ich gehe davon aus, dass man uns nicht unbedingt versteht, schließlich sind wir in Dubai und es sitzen sehr viele indische Passagiere hier. Es geht nicht lange und der Mann rechts des Sitzplatzes spricht uns an: „Ah, ihr seid Deutsche. Wo kommt ihr her?“ Wir sagen, woher wir kommen.  „Und wohin wollt ihr?“ Die Frau neben uns ist Inderin. Sie hört uns eine ganze Weile zu und sagt dann, dass sie 10 Jahre in Frankfurt für ihre Firma (Software) gearbeitet hat und dass sie aus Bangalore, wo ihre Firma ihren Sitz hat herkommt. Dass die Firma nun abzieht und sie daher zurück gehen wird. Der Mann frägt sie aus, wo er hingehen kann wenn er sich noch etwas anschauen mag. Sie sagt, dass es in Mysore so wunderschön sei und ihre Augen strahlen dabei. „Jeder Inder mag Mysore“ versichert sie. Der Palast sei so schön beleuchtet, mit Tausenden Lichtern…es funkelt dabei verträumt in ihren Augen „also da müssten auch wir unbedingt hin.“ sagt sie. Der Mann unterdessen erzählt nichts von sich selbst außer, dass er auf einer indischen traditionellen Hochzeitsreise eingeladen ist und sich noch etwas anschauen mag. Er lässt uns großzügig wissen, dass er ein sehr erfahrener Indienreisender ist und verteilt ungefragt einen guten Ratschlag nach dem anderen. Im Voraus sollten wir die Hotelzimmer buchen, sonst bekommt man kein Zimmer, egal wo. Und die Zähne sollten wir unter allen Umständen NICHT mit dem Hotelwasser putzen. Das Wasser ist überall nämlich einfach nur schlecht. Daher sollen wir auch nur Wasser aus Flaschen trinken.  Ah, und viele würden Leitungswasser in die Flaschen füllen. Wir sollten also immer darauf achten, dass sie auch zu waren. „Puh, wie schlimm“ denke ich. Guido unterdessen schwärmt von den Hausbooten. Ach die, nein  die Hausboote sind bloss unverschämt teuer. Die meisten Inder seien sowieso gern auf ein Geschäft aus. Ich denke beklemmt an Miriams Worte, wie Taxi und Rigschafahrer einen über´s Ohr hauen. Ich kann schon gar nicht mehr zuhören und drehe mich daher weg. Doch er war voll in Fahrt und lässt nicht locker. Es folgt eine Salve nach der anderen, wie schrecklich schwül und heiß es zum Beispiel in Bangalore ist, wir werden umfallen vor Hitze. Nun wird es mir eindeutig zu viel und ich setzte mich freiwillig links auf die Taschenablage neben der Inderin. Sie lächelt und frägt, was meine Religion sei. Daraufhin haben wir ein sehr schönes Gespräch über Spiritualität, Religionen, das Religionsempfinden von Indern und über Sai Baba. Wie entspannend und aufbauend sie erzählt, ah einfach herrlich, die Zeit vergeht wie im Nu.

 

21. April, Nacht

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„Wo warst Du denn solange Sian? Ich habe mir Sorgen gemacht!“ –  „Warum sagst Du nichts!“ Hm, je, warum wohl he…? Ich tripple hin und her. Dann sehe ich immer deutlicher neben Guido den Dim-Hie-Trie stehen, mit vorwurfsvollem Blick, und spüre sowas wie ein „schlechtes Gewissen“ in mir hochkeimen.  „Das ist nicht nett, hier die Gesunde mimen wenn´s einem dreckig geht Sian“ bekomme ich von Dim-Hie-Trie  zu hören. Ohha! Was sind denn das für Vorwürfe! Ich halte die Luft an, denn immerhin müsste ja der Dim-Hie-Trie am besten wissen warum ich nicht… “Stolz“ sagt er “alles nur Stolz!“ Ich schnappe nach Luft, will mich mokieren, was ihn jedoch nicht aus der Fassung bringt. Stattdessen stellt er sich fest auf den Boden und sagt mit gerunzelter Stirn, die Augen schmal auf mich geheftet, unbeirrt weiter: „Immerhin reist man ja zusammen.“ Dann verschränkt er auch noch seine Arme. Hm. Jetzt bin ich wohl besser still. Er schaut mich fordernd und streng an. Ich sehe mir das an und spüre, wie etwas in mir bröckelt, fühle, dass ich langsam rot werde. Ich fühle Traurigkeit und Verletztheit. Kleinlaut nicke ich zustimmend und signalisiere, verstanden zu haben; habe jedoch im Hinterkopf, dass wir in wenigen Stunden in zwei verschiedenen Gemächern wohnen werden. Mann und Frau sind im Ashram ja getrennt. Ich werde also schön für mich sein und muss dann gar niemandem mehr Rechenschaft ablegen. Erleichtert stelle ich das fest. Das lässt mich großzügig sein. Ah je, nicht die feine Art, aber immerhin ehrlich. JA, ich BIN verletzt. Ok. Stimmt. Aber ich hab ja auch GRÜNDE. denke ich, was mit einem strenger Blick von Dim-Hie-Trie qittiert wird. „Ich schaue mir das an.“ Signalisiere ich ihm. „Ok“ sagt er und wird weich in seinen Gesichtszügen. „Nicht daran festhalten.“ „Ja, Dim-Hie-Trie.“ Ich freue mich SEHR auf den Ashram, spüre aber auch, dass es wirklich wichtig ist, sich wenigstens solange man zusammen ist, sich auch mitzuteilen. Das geht, ist ja absehbar. Ich bin erleichtert. Mittlerweile ist es tiefste Nacht. Wir setzen uns zu vielen anderen in eine der großen Wartehallen. Ich liege mehr im Sitz, als dass ich sitzen könnte und so fällt mein Blick auf schön gedämmtes Licht. Oben sind die Räume und Lounges für First-class Reisende untergebracht und laden zum entspanntem Sitzen ein. Ich muss schmunzeln über das mit den Klassen und Privilegien. Guido macht eine Heilbehandlung. Menschen schauen dabei zu. Das erste Mal in meinem Leben denke ich: „Ach egal, warum auch nicht. Ist doch normal, dass es einem auch mal nicht gut geht.“ In den Augen der alten Frauen gegenüber sehe ich nur eins: rege Anteilnahme.

Mein erster spürbarer körperlicher Kontakt mit Sai Baba

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Sicher kann sich der ein oder andere, der meine Geschichte hier liest sich in mich oder die Situation einfühlen weil er es vielleicht am eigenen Leib auf die eine oder andere Art und Weise selbst erlebt hat, denn ich erzähle eine Geschichte, die auf die eine oder andere Art ja viele erleben. Als ich damals erfuhr, was ich „habe“, als es „offiziell“ war sprach ich erst mal lange mit niemandem darüber. Alle Schmerzen machte ich mit mir alleine aus. Alle Untersuchungen machte ich unter einem Vorwand. Konkret sah das dann so aus, dass ich sagte: „Ich gehe mal an die frische Luft….ein bisschen spazieren, die Hunde müssen mal raus. (Mitten in der Nacht) Wenn eine Untersuchung anstand: ich geh mal eben in die Stadt.“ oder „ich muss nur mal alleine sein und gehe für ein paar Tage in mein Haus“…usw. Ich sprach weder mit Stephan Lunaris, Guido, Freunden, Eltern, meinen Kindern oder Schülern. Ich wollte nichts zementieren, festmachen oder dass jemand erschreckt, der Wagen entgleist, sich jemand Sorgen macht, sich jemand wegen mit schlecht fühlt oder deswegen glaubt mit mir zusammen sein zu müssen….Lange war Dim-Hie-Trie daher mit mir „beleidigt“. Er sprach einfach nicht mehr mit mir! Warum? Weil ich nicht rausrückte, was mit mir los war. Mit seinem Schweigen „sagte“ er: „Was macht es mit DIR wenn ICH da sitze und schweige?“ Klug wäre ganz sicher gewesen, mit gewissen Menschen zu sprechen, aber wer gewohnt ist, wichtige Dinge mit sich selbst auszumachen, wer nichts zementieren, niemand belästigen mag und auch genaustens weiß, dass jeder auch sein „eigenes Päckchen zu tragen hat“ der handelt eben so. Doch für jeden kommt der Punkt, wo er es nicht mehr verheimlichen KANN. Es gelingt einfach nicht mehr und so war es auch bei mir.

Als es mir einmal besonders schlecht ging weilte ich gerade in den Vogesen. Ich war zusammengebrochen und lag zusammengekrümmt auf dem kalten Küchenboden. Das Handy lag oben im zweiten Stock. Es war unerreichbar für mich. Internetzugang hatte ich auch keinen. Ich war alleine, lag auf dem Küchenboden und konnte nichts tun. Auf einmal „sah“ ich Sai Baba kommen. Zuerst dachte ich, es sei eine Fata Morgana, eine Wunschvorstellung oder so was ähnliches. Doch es war zu real. Das war damals mein erster für mich körperlich spürbarer Kontakt mit ihm, den ich so wahrnahm: Er kam mit ruhigem Schritt auf mich zu. Schaute mich an und hüllte mich in ein wärmendes Energiefeld. Ich hörte ihn sagen: „Am Anfang ist immer die Entscheidung. Wenn diese klar ist folgt der Weg….Ich BIN der Weg….Wenn Du Dich auf den WEG machst findet sich ALLES ein…. Ich BIN ALLES…. und ALLES ist IN MIR, so auch DU.“… Dann zeigte er mir „Bilder“ (bewegte Hologramme) von der Erde, von sich, aus seinem Leben. Er lud mich ein, in diese Hologramme einzutreten, mich in diese einzufühlen, Es war wundervoll, unbeschreiblich wundervoll. Ich fühlte Stimmungen, innere Einstellungen und verstand alles, was er sagte. Er schaute mich dann lange an. Er lud mich ein, mich auf den Weg nach Indien zu machen. Indien, Mutterland. Er lud mich ein. Zu sich. In SEIN Haus. Um zu lernen, Zeit zu verbringen. Vor Ort zu sein, IM Land zu SEIN. In seiner Nähe zu weilen….aaahhhh…ich konnte es fühlen. „Doch all dies nur“ so sagte er „wenn ich das auch wirklich möchte.“ Er sprach, wenn ich das wirklich möchte kann er mich berühren, lehren…Es fühlte sich unbeschreiblich klar und kraftvoll an. Ich weinte vor Glück; fühlte mich geborgen, aufgehoben und spürte, dass es der „richtige Weg“ ist, sich aufzumachen, es zu wagen. Ich danke, weinte und willigte ein. ich fühle mich EINS. Dann berührte er mich. Ein Strahl an Energie floss von ihm auf mich über. Es war unbeschreiblich. Mir ging es sogleich besser. VIEL besser. Ich spürte keine Schmerzen mehr. Erst sehr viel später erfuhr ich, dass er genau an diesem Tag ins Krankenhaus gekommen war.

 

 

Anflug und Ankunft in Dubai

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Schweben, gleiten, fliegen. Sich fallen lassen wollen auf das weich aussehende, gemütlich wirkende Bett aus buschigen Wolken. Staunend erhasche ich einen Blick aus der Luke und schaue auf das Wolkenmeer hinunter, gleite in Gedanken über die Weite des Horizontes. Dann geht pompös und spektakulär, in aller Pracht die Sonne unter. Langsam  zieht sich Noth, die Nacht, über den Himmel. Ich denke an die Beschreibung von Dim-Hie-Trie, wo er über Sunnar. Mani und Noth erzählt. Sunnar, die Sonne, Mani, der Mond, Noth, die Nacht. Noth, so samten, so schwarz. Ein wunderschöner Passus in seinem Buch, das wir in 10 Jahren zusammen geschrieben haben. Das Flugzeug unterdessen gleitet zielstrebig durch die Nacht. Über den Monitor lässt sich mit verfolgen, wo die Route verläuft. Dubai steuern wir an. Dubai, die glitzernde Wüstenmetropole. Es läuft Werbung. Dubai wirbt mit kühlem Schnee und Tannenbäumen. Während ich über Erdöl, Pomp und Gloria nachdenke bin ich auch noch am rätzeln, wie lange wir im Gesamten tatsächlich geflogen sein könnten…?  Das I-phone hatte sich nämlich bereits klammheimlich und modern  auf die neue Ortszeit eingestellt.  „Hallo….? Sian….? Anschnallen.“ Obligatorischer Griff nach dem Gurt. Grau, lapprig, schlaff wie eine eingeschlafene  Schlange liegt er in meiner Hand. Belustigt dreh ich ihn hin und her. Er erscheint mir immer noch wie ein Witz in Anbetracht der Tatsache, dass man sich auf 10000 Meter über dem Meer befindet während man ihn anlegen soll für den Fall….frage mich immer noch, was der wohl bewirken würde. Aber ja, ich schnall mich ja schon an Dim-Hie-Trie.

Landeanflug. Man spürt es an dem zunehmenden Druck auf den Ohren.  Ah, den Magen gibt´s auch noch. Oh ja, genau DA ist er. Uahhhh. Geht das nicht ein bisschen LANGSAMER….??? Steter Druckabfall. Oh nee, das ist echt nix für mich. Also definitiv! Rums, das Fahrwerk ist ausgefahren. Aufkommen auf der Rollbahn. Erde. Geschafft. Kein erleichtertes Geklatsche. Linienflug. Beim Herauslaufen bin ich erstaunt, wie man innerhalb … hm, waren es denn jetzt 6 Stunden…? den Fahrgastraum so dermaßen zumüllen kann. Ich muss mich beherrschen, dass ich mich nicht bücke und gleich mal das Aufräumen anfange. Im Kino hab´ ich auch immer das Gefühl des Bückens und Aufhebens. Wie achtlos  so viele doch sind. Wer räumt das alles weg? Ah je, warum kann man sich nicht einfach ganz würdevoll wie als Gast benehmen? „Lauf doch weiter Sian.“

WOW, mitten in der Nacht und so heiß? Ich nehme einen tiefen Atemzug. Atme die heiße trockene Wüstenluft ein. Oh, so anders! Haha, nichts da mit Schnee und Tannenbäumen! Verkehrte Welt. Ich mache ein paar Fotos bevor ich von einem Sicherheitsmann weggescheucht werde.  „No!“ werde ich grimmig angepflaumt „Keine Fotos! Nicht stehenbleiben! Hier in den Bus!“ Der Blick und die Hand zeigen streng den Weg. In der Ferne glitzern die Wolkenkratzer. Der Bus ist heruntergekühlt. Man glaubt, es sei tiefster Winter. Mitten in der Wüste. „Man, was DAS alles Strom braucht….“ denke ich. Energie, Energie. Vor einem Jahr, war da nicht DAS Unglück im Golf? DIE Ölkatastrophe im Golf von Mexiko? Ich frage mich: Wann lernt wer was? Wie lernt wer was wann? Mir ist schlecht. Bestimmt denke ich wieder zu viel. Nein, ich spüre Schmerzen. Die Bauchspeicheldrüse? Mist, ich habe glatt die Medikamente vergessen einzunehmen. Kram in Tasche. Schnell mal nachholen. Wo ist denn aber auch nur das Magnesium hin? Oh je. Zu spät. Ich habe bereits einen Krampf. Dann muss ich auch schon husten. Schmecke mein Blut im Mund. So eisenhaltig. Ah je. So ein Mist.

Gold. Da liegt es, kunstvoll geschmiedet. Hinter Panzerglas. Wundervolles Aurum, Erdenschatz. Aufgebrochen aus der Ader, herausgeholt um als Ringe, Armreifen in allen Variationen verarbeitet zu werden. Frauen stehen davor, lassen sich Schmuckstücke zeigen. Was nehmen? Oder da: Kunstvolle Pralinen, eingepackt in bunten Glitzerdosen, Lackschachteln oder Cellophan. Man(n) ist begeistert. „Oh, so viele Süßigkeiten gibt´s, lass´ uns schauen gehen!“ Hust. Dann bergeweise Tabac. Aufgestapelt als Malboro, Camel (Kamel, wie passend) Hochprozentiges. Brandwein, Feuerwasser. Hust. Das hört einfach nicht auf! Ich denke an die Natives. Halte unterdessen meine Hand auf den Oberbauch, Blut im Mund zwischen Dolce und Gabana, Hugo Boss und Channel. Es erschlägt mich inmitten dieses Umschlagplatzes. Ein Hangar. Eine eigene Welt wie eine Raumschiffstation inmitten der Wüste. Ein Einkaufshangar . Wer eine Kreditkarte, wer Geld hat kann hier einkaufen. Einkaufen bis zum abwinken. Ich unterdessen stürze so unauffällig wie möglich zum Klo. Während einlullende Musik läuft erbreche ich Blut. Ich hab grad andere Sorgen.

Über den Wolken

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Wie surreal es mir auch erscheint: Sie kommt dann doch: Die Zeit, wo der Termin für den Abflug näher rückt. Blick auf Uhr. Tick. Tack. Termine. Zeiten. Man kann sie vereinbaren, absagen, wahrnehmen oder vorbeiziehen lassen. Wie viele Termine hat man denn so im Leben? So generell? Ach herrje…..schon viele….! Blick auf Uhr. Jetzt aber ma los. Herzlich willkommen bei Emirates. Na so was, das ist ja ein riesiges Flugzeug !!! Beim Anblick dessen frage ich mich erstaunt, wie so ein schweres Objekt denn überhaupt in die Luft steigen kann…? Anscheinend kann es das. Die Stewardessen grüßen freundlich. Chic sehen sie aus mit ihren roten Käppchen. Zwick, nein, ich bin nicht im Wald, ich besteige das Flugzeug. Eine kühle Brise empfängt uns. Mensch, wie aufgeräumt! Frisch geputzt. Die Decken fein säuberlich auf die Sitze platziert. Kopfhörer liegen auf den Sitzen bereit. Rosa und violette Kissen laden zum entspannten Sitzen ein. Ich fühle mich willkommen. Viele Hände waren da am Vorbereiten. Sieht man! Ich nehme wahr, WIE viele….nicht nur im Flugzeug, auch UNTER ihm…betanken, checken, Gepäck einladen…..“He, nicht stehenbleiben Sian! Weitergehen!“ sagt Dim-Hie-Trie. „Durchgehen, Sitzreihe suchen. Schau auf die Nummern, Ziffern, Zahlen. Ah hier, schau DA Sian.“ Oh, VIEL Platz. Beinfreiheit. JETZT aber mal nachspüren. Wie viel Hände….

Man ist ja erst mal beschäftigt. Wohin was packen, wohin was legen, plazieren … „Sian, kannst mal halten?“ Klar! Halten, solang warten, bis der andere es verstaut hat. Ha, wie sinnbildlich schon wieder! Gepäckstücke hochnehmen, wieder runternehmen, was vergessen? Klar, ich halte. Generell die Frage: was braucht man? Oder was glaubt man zu brauchen? „Sian, Du denkst zu viel.“ Wer sagt das? Kommt aus der Handtasche diesmal. Ah je, die WESEN sind ja noch im Handgepäck. Schnell mal die Kleinen da ausnehmen. „Fliegen wir schon?“ Nein. „Geich fliegen wir“ freuen sie sich. Jetzt aber mal anschnallen. Wo is´n bloss der Gurt…? Den Gurt suchen. Kram, puhl raus. Grau der Gurt. Hm. Wie geht das denn gleich…? So nicht jedenfalls. Verkehrt herum? Komischer Gurt, was nützt der überhaupt…? Na gut, muss sein. Vorschrift. Er klemmt. „Öhm….Bitte kannst mir helfen?“ „KLar. Schau so.“ Ah, danke. Roll auf die Startbahn unterdessen. „Wie aufregend“ singen die Wesen im Chor. Warten auf Freigabe. Huch, beschleunigt, ah steigt schon. Tatsächlich: Kommt hoch! Na, wer hätte das gedacht, sooooo groß das Flugzeug! Druck im Ohr, Magen rebelliert. Uhhh ….. „Soll ich mal Hand drauf legen?“ „Oh BITTE ja!“ Ahhh….geht gleich besser. „DANKE“ ….“Gern geschehen.“ Das Erfrischungstuch kommt zum Einsatz. Willkommensdrink, Snack, Tomatensaft. Oh TOMATENSAFT…an wen denke ich spätestens da…? An die Jennifer, ist ja klar. Hi Jenny! Superliebes Herzgrüßchen an Dich schick. Den Tomatensaft fotografierend, dabei an Dich denkend. Was machst gerade? Arbeiten, der Uhr nach. Sieglinde auch? Der Uhr nach schon. Vieleicht Außendienst? Reinspüre. Alles ok? Vieleicht zu Hause? Grüßchen schick, sie denkt an mich. Was machen die anderen? Silke ist am wandern. Wandern? Eher am Rast machen. Wo gerade? Grüßchen schick. Patrizia im Laden steh? Fühlt sich so an. Grüßchen in die Schweiz schick. Manu blickt auf. Hat sie gespürt? „Klar!“ sagt sie. Lächel….

Handy rauskram. Kopfhörer rauskram. Einstöpsel. Such. Wo iss es nur..? Im Mailorder. DA. Ron´s Lied anhör…so schön….an Ron denk, Grüßchen schick. Was macht er? Hausaufgaben mit der Großen? Mathe? Nein, keine Mathe.

Kinderstimmen höre. Diskussion. Ah je. Türen ins Schloss fallen höre. Die zwei Buben spüre. Mäh, die Maya quengelt? Mama Jasmin ist wie immer am orden, so lieb. Grüßchen schick. den Papa Timo nicht vergessen. Natürlich nicht! An Timo Energie schicke. Angekommen, super. Wolken betrachte, von oben. Gleiten. Über den Wolken. Sonnenschein. Energie von Sonne an Timo schicke….angekommen. Die Schüler… sie bedeuten mir so viel. Ich liebe sie. ich liebe sie alle. ich liebe sie so sehr. Rosa, die gute Fee….Jochachim vor mir sehe, Brigitte am denken spüre, Petra am was Wahrnehmen spüre, den Harrald vor mir sehe. Die Naturwesen vor mir sehe. Aruna, Arun, Aruna, die Kleine….ahhhh…. Sonja denkt…Peter am Auto fahren spüre, Judith fühle. He, alles ok bei Euch da unten….? Ja, alles ok. Zurücklehn. Ah…Daniela! Hi Danni! Die Kinder? Alles ok? Immer was los, klar! Energie schick. Mama Danni hat alles im Griff. Energie schick. Die Mamas… Wer kommt mir da noch in Sinn? Mama Anja. Lächel. Anja. Die Ruhe in Person. Caffee. Torte. Zuchinikuchen. Blumengebinde. Basteln. Einfach großartig die Anja! Die Kinder haben eine Osterkarte geschickt. Ich wollte sie nicht vorher öffnen. Ostern, da bin ich gar nicht zu Hause…bei den Kindern…aua. Ach so ein Mist aber auch. Das tut weh. Tränen spüre. Josua, wo bist? Sitzt im Bus nach Hause. Handy spielend. Stimmen im Bus. Gespräche mitbekomme. Dialekt. Ein Kuss schicke. Angekommen. Mit Hand die Wange abwisch, was war das? Eine Fliege? Haha. Andreij spüre. Hi auf Facebook is er, aber nee, is ja fast nie im Internet, is klar. Küsschen schicke. Lächelt. Meine Süße wahrnehme. Am denken, von wem sie das wohl hat…? Bussi an Dich meine Süße. Was bring ich Dir Schönes mit? Hab`da so eine Idee…

„Was möchten Sie trinken?“ Trinken? Stewardessen. Sie stehen im schaukelnden Flugzeug wie ein Felsen in der Brandung steht. Sie schauen Dich mit festem Blick an. Das Flugzeug unterdessen schwankt wie ein Schiff auf hoher See. Ich denke unwillkürlich an Schiffschaukeln im Europa Park….Uh mein Magen….nein, besser auf den Horizont schauen, ewiger Sonnenschein über den Wolken….ah, gleich besser. Sie stehen da, besonnen, lächelnd. Sie schenken Sicherheit. Und sehen immer soooo gut aus. Ich lächle. Die Zeit vergeht. Ich denke an die Zeit. Sie ist eine Konstante im dualen System. Durch sie kann man etwas ermessen. In der Dualität zu einer Zeit Erfahrungen machen. Vergangenheit, JETZT, Zukunft. Wir reisen ja quasi in die Zukunft. Und während Miriam in Cleveland in der Vergangenheit ist, von „uns“ in Deutschland aus gesehen, reisen wir mal eben in die Zukunft. Lustige Vorstellung. Währenddessen über den Wolken Sonnenschein.

Surreal

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Gedanken gehen durch meinen Kopf, während die Welt vorbeifliegt. Was tun, wenn man eine Kluft entdeckt hat? Wenn man in aller Deutlichkeit den Graben spürt, der sich zwischen Menschen, Freundschaften, Beziehungen, Welten aufgetan hat? Davor sitzen und ihn anschauen? Ihn akzepieren, sich mit ihm zufrieden geben? Oder sich lieber mit ihm auseinandersetzen? Oder doch lieber weglaufen, gar nicht mehr anschauen, in was Neues „stürzen“? Hm, nee…! An ihm verzweifeln, aufgeben? Naah…wie wär´s denn mit hinuntersteigen? Denke ich, das wär´s doch wohl. „Hinuntersteigen? Dann aber mit Kletterausrüstung“ sagte die innere Stimme leise und deutlich „mit trinken und essen“ fügt sie hinzu. Lustig die Stimme, die denkt ja an alles. Hm, eine Brücke könnte man ja auch darüber spannen. Eine feine, geschwungene, leichte, mit einem Geländer zum Festhalten. Mit Blumenampeln, gar Rosengeranien. Die duften so schön und verbreiten eine Weite und Leichtigkeit, die RAUM schafft. Rosengeranien, so die seelische Bestimmung ihrer in der Welt des Menschen ist: „SIE, die den RAUM erweitern, so dass alles sein darf, ohne Ziel oder gar Wertung“ … hach ja, was für eine schöne Vorstellung, ich verschmelze mit ihrer Bestimmung….und kann sie schon wieder riechen, die feinen Rosengeranien…. spüre schon die Leichtigkeit des Seins….schwebe… sehe Menschen leicht und frei über die Brücke  gehen … ohne Zwang, ohne „muss“. Es darf einfach sein, die Begegnung … „Doch mag man das überhaupt wirklich?“ frägt da ganz leise aber bestimmt die innere Stimme. Und fügt auch gleich noch hinzu: „und warum willst Du das überhaupt? Und mag das denn der Andere, das INDIVIDUUM, das SELBST des Anderen, das selbst seine eigene Geschichte erlebt hat, die andere Welt, welche dann die Brücke verbinden wird ebenfalls?“ Hm, ja. DAS sind weitere Überlegungen wert!

„Nun, man kann jedenfalls immer nur individuell entscheiden, für sich selbst Entscheidungen treffen“ Denke ich so vor mich hin. „Und genau dadurch Lösungen sehen/finden.“ Spüre ich. Wir alle sind doch auf einem Weg. Doch wohin führt er uns? „Wohin wir ihn steuern. So einfach.“ Ah ja, die innere Stimme, so präzise wie ein Uhrwerk. Leise ist sie, beständig wie das Uhrwerk. Wundervoll, ich liebe sie. Wir steigen aus dem Zug aus, schauen, wo wir hin „müssen“, nämlich zum Check-In Schalter. Wo dieser wohl ist? Ach je, es gibt so viele….Rolltreppe runter, Rolltreppe rauf. Naah… wieder runter, hm verfehlt. Dann doch gefunden. Stehen davor. Hat noch zu, sowas. Was mit der Zeit anfangen? Wie? man hat noch Zeit? Darüber denke ich schon wieder nach….Was gibts denn vieleicht noch zu erledigen? Gibt ja meistens noch was. Wie sinnbildlich. Wir geben für Guido noch ein Poststück auf, suchen dann hierfür den Briefkasten. Ich laufe schließlich zur Information. Deshalb, weil wir ihn nicht fanden. Äh, ja: wir standen ja auch zu nah davor, mussten darüber auch sehr lachen, was so befreiend ist und steuern dann den den Check-In Schalter an, Zeit ist ja vergangen inzwischen. Wir geben unser Gepäck auf. Wie sinnbildlich.

Wir laufen weiter. Zeit scheint im Überfluss vorhanden. Kreuz und quer. Gewusel, überall. Anstrengend. Wir wollen Ruhe finden. Wie sinnbildlich. Wir finden ein französisches Restaurant. Voll schön und sehr empfehlenswert. Frischgepresster Orangensaft. Vitamine. Wie passent! Essen. Hm, lecker. Geniessen. Schweigen. Gleich werden wir fliegen. Das Gepäck ist unterwegs. Die Fahrkarte ist eingelöst. Ich kann nur eins denken: Wie sinnbildlich das alles. Wie passent. Und wie unglaublich surreal So surreal wie im Traum, der dennoch geschieht. So surreal erscheint mir das alles, dass es fast schon schmerzt.

Auf dem Weg

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Frankfurter Flughafen. 20. April 2011. 13 Uhr.

Tanja steht am Bahnsteig und winkt. Während ich sie betrachte spüre ich in meinem Herzen dem Wiederhall ihrer Worte nach, das wir nun gemeinsam die Reise machen werden. Sie hatte uns gewünscht, dass wir gesund zurück kommen. Die Türen schließen sich. Ich versuche den Blickkontakt mit ihr zu halten. Doch der Zug fährt ab. Hu, wie schnell er wegfährt! Die hohen, schlanken Gebäude rasen vorbei. Ich sehe im Spiegelbild der Fenster Menschen verschiedenen Alters und Aussehens auf ihren Sitzen sitzen oder sich an den Griffen festhalten. Die Blicke scheinen allesamt  in die Gedankenwelt hinein zu gehen. Jeder scheint für sich zu sein. „auf seiner Reise zu sich selbst ist jeder für sich.“ denke ich. Wie sinnbildlich, dass wir ausgerechnet in einem ZUG sitzen! Hm, alleine? Auf der Reise zu sich selbst? Jeder….? „Ah nein“ denke ich erleichtert „wir sind doch zu zweit! Wir sind doch nicht alleine! Wir sind zusammen unterwegs. Wir reisen zu zweit! Wir sind nicht alleine! Es ist eine gemeinsame Reise. Ein gemeinsamer Weg. Wir werden reisen! Nach Indien. Nicht irgendwo hin, sondern zu Sai Baba!  Ahhhh, wie schön sich das anfühlt! Sai Baba! Puttaparthi! Wir werden nach Puttaparthi reisen um dort in Sai Baba´s Ashram  zu wohnen! Wir werden seine Energie spüren, ihn vielleicht sogar sehen, vielleicht sogar mit ihm sprechen dürfen….oh wie schön sich das anfühlt! Mein Herz ist ganz warm. Ich spüre ihn in meinem Herzen. Er ist ganz nah….ahhh…wie schön! Ich fühle es, ganz deutlich.

Dann sehe ich, wie wir reisen, unterwegs sind und spüre, dass wir auch nach Kodaikanal gehen werden…..zu Sai Baba´s  Haus am See…ich höre plötzlich indische Klänge, Musik! Spüre die kühle Brise, die über den See streicht….sehe weiße und zartviolette Seerosen blühen….das Glitzern der Sonne im See…. Oh wie schön sich das dort am See anfühlt! Mein Herz ist nun ganz weit, ganz froh. Hoffnungsvoll blicke ich Guido an. Ich erschrecke. Der Blick ist Eis. Nicht wie gerade eben. Das ganze Wesen von ihm scheint verändert. Nichts mehr ist so, als Tanja noch dabei war. NICHTS. Ich kenne das schon und doch erschrecke ich. Eis.

Eine Millisekunde Blickkontakt. Hoffen, eine Brücke zu finden. Doch er schaut weg. Mein Herz setzt aus. Trotz aller Wärme in meinem Herzen ist mir plötzlich eiskalt geworden. Ich fühle es, klar und deutlich. Eis. Meine Hände zittern. Ich kann mich nicht mehr festhalten, verliere den Halt an der Stange, rutsche aus, stolpere, falle fast hin. Etwas rammt in mein Bauch. Ein Gegenstand aus dem Rucksack meines Vordermannes. Aua. Das tat weh.  Ich bin beschäftigt, mein Handgelenk wieder so hinzudrehen, wie es vorher war. Mein Bauch tut weh. „Ah je“ denke ich, auf den Boden blickend, die Tränen unterdrückend „4 Wochen. Das ist eine lange Zeit.“ Ich fühle die Zeit. Die Zeit eines Tages und einer Nacht in Stunden, in Minuten, in Sekunden. Es ist LANG. Am liebsten mag ich den Zug anhalten. Aussteigen. Jetzt sofort. Umdrehen. Doch eine leise Stimme in mir sagt: Nein, du wirst jetzt nicht weglaufen. Du hast die bewusste Entscheidung, dass Du Dir alles anschauen willst getroffen und den Mut besessen, die beiden Flüge zu buchen. Ich höre hin. Die Stimme ist nicht aufdringlich. Sie ist leise, aber ganz bestimmt. Sie klingt beständig, ruhig und ist ganz klar. Sie ist wie eine Quelle. Ich atme in diese Quelle und schöpfe aus ihr Kraft.

Ich werde also auch da hinschauen. Ob es mir weh tut, schmerzt, mich haltlos macht: Ich werde hinschauen. Auch wenn ich nichts ändern kann. Ich mache das alles nicht für jemand anderes, wie ich es gewohnt war. Ich mache das ab sofort für MICH. Ich werde es FÜR MICH tun. Die Reise. Sie ist nicht „nur“ eine Reise zu Sai Baba oder um zu begreifen, wie man Darshan´s gibt. Sie ist nicht „nur“ um zu begreifen, wie ein Darshan Ablauf gemacht wird, um all das Organisatorische zu verstehen, das Leben in einem Ashram zu leben, „das Licht anzuzünden“. Es ist auch eine Reise zu MIR. Ich schaue hin. Auch MICH gibt es. MICH, Sian. Nicht „nur“ als öffentliche Person, als Licht. Auch verletzlich. Ich schaue nicht weg. Ich schaue HIN. Für MICH. „Jeder ist im Grunde auf sich selbst gestellt.“ denke ich. Ja. SO ist das. GENAUSO. PUNKT. Wie sage ich immer? „Letztendlich hat man immer noch sich selbst.“ Wie wunderschön, das in DER Tiefe verstanden zu haben! In mir keimt Freude auf. Ein Abenteuer beginnt. Die Reise zu MIR SELBST hat bereits begonnen. Ich sitze im Zug. Jeah.

Kodaikanal

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Durch die starken Regengfaelle hat es nun einen Erdrutsch  gegegeben, welcher die offizielle Strasse nach Kodaikanal unpassierbar gemacht hat. Doch wir haben nun einen Fahrer gefunden, der uns nach Kodaikanal bringen wird. In 10 Minuten fahren wir.

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