Monthly Archives: Januar 2012

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Heilen als BeRUF

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Dim-Hie-Trie ist an jenem Abend wieder mit gegangen, nachdem er und Bea mir all „ihre“ Plätze gezeigt hatten. Den Platz, wo es zuerst warm wird am Lehmofen, die Lehmkuhle, wo der Dim-Hie so gerne saß. Den besonderen Platz oben im Weinberg, wo man so schön über ganz Bahlingen schauen konnte. Dann jenen Platz, wo die Fledermäuse ihre Anflugschneise erhielten. Nicht zu vergessen die wunderschön mit Steinen gemauerte runde „Ecke“ im Hof. Beeindruckend. SEHR beeindruckend das Ganze. Also so ALLES, so im Gesamtpaket meine ich. Bei einem köstlichen Tee erfuhr ich über den Nachbarn, über den Ort und freute mich aus ganzem Herzen, diese schreckliche Engstirnigkeit und Stacheligkeit überwunden zu haben, so dass ich wieder weich, offen und freudvoll sein konnte.

Ja, so genau war das damals…..verträumt schaue ich auf den Baum mit den weiten ausladenen Ästen, unter dessen wir ja diesen hin und her hüpfenden Vogel gesehen hatten, aus dem wir jedoch nicht wirklich schlau geworden waren. Nun stehe ich hier oben und kann von oben auf den Baum schauen denn mittlerweile wohnen wir hier. Mittlerweile hatte es auch wieder aufgehört zu regnen. Besser gesagt: Kaum hatten wir triefnass das Hotel betreten hatte es aufgehört zu regnen. Tja, einfach so. Als hätte jemand da oben den Wasserhahn zugedreht.

Hm. Internetcafe, DAS war doch sicher von dem Vogel gemeint? Immerhin hatte er auf das Internetcafe geschaut. Das aber gar keines war. Nun, aber symbolisch. Unten an der Rezeption hatten wir also bereits den, so wie uns versichert wurde, „PC für den Hotelgast zur freien Nutzung“ angefragt. Er war abgedeckt und ausgeschalten gewesen. Wir erhofften uns, dort weitere Hinweise über seinen Verbleib zu finden und wollten bei der Gelegenheit schauen, ob wir das Hotel verwechselt hatten, weil ihm ja nun auch von Mysore bekannt war, dass wir ein bestimmtes Hotel suchten, vieleicht war er ja genau DA. Doch bisher wurden wir nur vertröstet. Der „PC für den Hotelgast zur freien Nutzung“  bräuchte eine Wartung. Der Wartungsmann wäre aber bereits bestellt. Heute Abend sei er also bertiebsbereit und angeschlossen. Sure. Also ganz sure. Das sure mit einem ängstlichen Ausdruck und einer üblich zerfledderten Aura. Hm, also ob DAS wohl stimmt, ich spüre berechtigte Zweifel und spüre daher lieber innerlich hinein. Wo „sehe“ ich ihn? Hm…die Umgebung ist – verry britisch. Wie „riecht“ es? Nach Essen. Nach guter Küche. Er wartet aufs Essen? Ja, so sieht es aus. Er sitzt ordendlichst gekämmt, mit ANZUG und Porzellanteetässchen in Hand, Fingernägel geweisst auf einem mit Stoff bezogenem Sessel in einem Raum mit oldenglischem Mobiliar. Hinter ihm und vor ihm auf einem Tischchen stehen orange Blumen in einer Vase. Er schaut auf einen Kamin-oh mit brennenden HOLZ-scheiten und obendrüber, man glaubt es kaum, einem Jesusbild. Hm. Was DAS alles wohl zu bedeuten hat? Ein Kamin, na DAS kann ja wohl nicht hier wo sein. Kann ich mir nicht vorstellen und sofort fällt das ganze Bild in sich zusammen. Mist, das war´s. Ende der Schau.

Ich mag gerne nach unten gehen, in den Salon, in den Speisesaal, vieleicht ist er dort unten und wartet auf uns zum dinnieren? Doch unten ist er nicht. Mindestens 4 Ober, mit Anzug und weißem Hemd. Die Tische sind aufs Feinste gedeckt. Es schaut sehr stilvoll, edel, gemütlich und einladend aus. Wir beraten uns und beschließen, nochmal raus zu gehen, mal schauen, was es noch so alles gibt. Man kann ja auch morgen Abend hier dinnieren. Wunderbar! Gesagt getan. Wir laufen auf die Eingangstüre zu, innerlich schon im Geiste wie gewohnt die Türe öffnend. Doch nein,  sogleich kommt der Page herbei und öffnet uns die Tür. Lächelnd wünscht er einen schönen Abend. Nun kann ich diese Spielfilme verstehen. Diese englischen, britischen Spielfilme. Ich habe den Eindruck gerade mitten drinn gewesen zu sein. Draußen ist alles beim Alten, es erleichtert mich fast, etwas ganz Neues. Es hupt, nach alter Marnier, man fährt kreuz und quer, überall sitzen Leutchen herum und reden laut miteinander. Ich nehme einen tiefen Atemzug. Die Luft ist so gut hier. Frisch, kühl und klar. Herrlich. Ist die Stadt darum die „Queen of the Hillstations“? Die Strassen sind vom Regen schön blank gewaschen. Es duftet nach Gewürzen. Der Abend ist lau, fast schon märchenhaft. Es ist wie aus Tausend-und-einer Nacht. Wundervoll. Gleich kommt Aladin mit der Wunderlampe. Wir beschließen, nachdem wir sicher dreimal die Stasse hin und wieder zurück gelaufen sind (um auch ALLES anzuschauen und nix zu verpassen) meinem Wunsch nachzukommen, in das schöne Lokal zu gehen, wo man diesen phantastischen Ausblick über die Unterstadt hat. Der Tisch ist schön gedeckt. Es könnte wunderschön sein. Doch Guido ist mit seinen Gedanken total weit weg. Wir sitzen uns gegenüber und essen. „Zusammen essen gehen“ hatte für mich stets bedeutet: den anderen anschauen, nachschenken, Brot reichen, Wasser eingeschenkt bekommen….wir sitzen so nah…und sind doch meilenweit voneinander entfernt. Ich fühle mich einsam. Und beschließe, wenn ich wirklich gesund werde in diese Stadt zurückzukehren. An diesen Platz. Aber NICHT alleine mag ich dann essen. Nein. Ich möchte zusammen essen. Es ist einfach zu schön hier. Zu schön um alleine zu essen. Und warum auch immer: Ich LIEBE diese Stadt !!!

In der Nacht habe ich einen fürchterlichen Anfall und bin fast eine Stunde ohnmächtig. Mich hatte es aus dem Körper heraus katapultiert. Erst schwebe ich so ein bisschen herum, hach so schön leicht alles, wie feiner Nebel….doch weit komme ich nicht, nur bis zur Decke. Jemand hält mich fest. Ich versuche mich zu drehen, gar nicht mal so leicht wie ich zuerst dachte, ich klebe an der Decke. Doch dann gelingt es und sehe alles von da oben. Total verdreht liege ich da unten rum, der Kopf auf dem Boden, Füße? Ja keine Ahnung, sehr seltsam das Ganze. Neben mir sehe ich den Guido. Mann, hat er ein breiter Rücken, ich habe ihm das schon ein paar Mal gesagt, er glaubt es mir nicht. Also wenn ich jetzt ein Fotoapperat hätte, hah! Ich hätte DAS Beweisfoto! Er hat die Augen zur vollen Konzentration geschlossen. Glitzernde Schweißperlen auf seiner Stirn. Seine Hand, welche weiß ich jetzt gar nicht, jedenfalls eine Hand, liegt an meinem Oberbauch, Höhe Bauchspeicheldrüse. Energie fließt, mossgrüne mit brombeervioletten Funken, und goldene sind auch dabei. Mein Gott, wieso liege ich denn da unten so total verdreht rum, ich sehe ja voll komisch aus. Im Raum wird es wird immer moosgrüner. Guido baut mächtig Energie auf. Ich tauche ein. Boah, wie im Elbenland der Jahrtausende alte Wald! Die alten Bäume…mit den LICHTERN… Stimmen-Gesang….ich wandle durch den Wald, berühre die knorrige Rinde der Bäume, laufe durch ihre Stämme hindurch, meine Füße sinken in weiches Moss,  ich höre die Nachtgrillen, erfreue mich an den LICHTERN in den Bäumen und sehe schon den See….. doch dann zieht es mich in den Körper zurück. Es tut schrecklich weh. Ich muss weinen, so weh tut es. Zuerst bin ich schrecklich wütend. Es war SO schön und nun DAS! Mir ist speiübel, ich mag zur Toilette, muss mich übergeben. Kann dabei fast nicht laufen, krieche auf allen Vieren, ziehe meine Beine hinterher, alles ist wie abgestorben, die Füße ohne Blut. Ich fühle mich schwer, hässlich, wund, geschunden. Alles ist wieder eklig, magnetisch, schwer. Doch dann bin ich nur noch erstaunt, wie Guido das wieder gemacht hat. Es ist mir unbegreiflich, dass er DAS nicht Hauptberuflich macht. Logisch schon, aber denoch unbegreiflich. Er ist genial. Absolut genial. Wenn er behandelt entwickelt er diese in ihm schlummernde Kräfte. Warum in Gottes Namen macht er das nicht Hauptberuflich….

Am nächsten Morgen zwitschert schon ganz früh ein Vogel im Baum. Wir hören ihm lange zu. Der Vogel erzählt.

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DER VOGEL RUFT.

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Etwas über die zwei Komponenten Selbstwert und Eifersucht

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Ach wäre DAS schön gewesen, wenn der Dim-Hie-Trie das mitbekommen hätte, doch er erscheint mir irgendwie unauffindbar. Seid er damals aus Berlin mitkam, an jenem verscheinten kalten Wintertag, sind nun so viele Jahre ins Land gezogen. In all dieser langen Zeit war er kein einzigstes Mal länger als eine Woche weg, bis auf einmal….. Nun, es ist ja noch keine Woche vergangen, aber ein Lernstück scheint wie immer bei seinen Actionen sicherlich dahinter zu stecken. Wenn ich nur endlich drauf käme, was es diesmal ist….GRÜBELGRÜBEL…. Ich denke nach. Mein Kopf raucht. „Der Vogel zeigt den Weg.“ Ja, schön….warum immer so komlizierte Aussagen, das könnte doch auch einfacher gehen….nun ja, ich werde schon dahinter kommen und denke daran, wie er einmal all seine Sachen gepackt hatte und gegangen ist. Da hatten wir noch an der Elz gewohnt, in dem heruntergekommenen Haus am Fluss. Die Stimmung war damals komplett gekippt. Er hatte es mit mir nicht mehr ausgehalten und ist gegangen. Ich hatte ihm sogar noch  hinterhergeworfen:“Ja dann geeeeh doch!“ Da hatte er sich umgedreht und nur gesagt „Ja Sian, genau das mache ich.“ Und weg war er. Ich weiß noch, wie froh ich erst einmal war, endlich meine Ruhe vor ihm zu haben. Aber dann wurde ich so unlücklich, er fehlte mir so sehr und irgendwann war ich bereit meinem Schatten in die Augen zu sehen und mich auf den Weg zu machen. Und genau darüber erzähle ich Euch heute.

Denn während wir die steile Strasse nach oben gefahren worden sind war ich sogar ein klein wenig stolz auf mich, dass ich es endlich wieder geschafft habe meinem Schatten in die Augen zu schauen, nichts von jemandem der mir nahe steht etwas zu erwarten. Es ist gar nicht leicht, den Schmerz auszuhalten, wenn es sich nicht erfüllt, was man sich erhoffte. Leichter ist „böse“ auf den anderen sein, getränkt sein oder gar wütend auf jemanden zu sein. Doch wer den bereit ist den Schmerz auszuhalten, ihn anschaut und es zulässt und wieder loslässt…..Es ist solch eine Erleichterung, wenn man das einfach loslassen kann, wenn man einfach den anderen sein lassen kann, wenn man ohne Erwartung sein kann, denn dann kann man das Leben WIRKLICH genießen, ohne das Schöne ständig wiederholen zu wollen und einfach DANN  jenen Augenblick genießt, wenn es sich ergibt, wenn man ihn teilt, den besonderen Moment. Ach, war ich froh, mir ein Stück Freiheit wiedererobert zu haben! Nichts erwarten vom anderen vorhin: also zusammen sitzen, teilen, weil „es ja so schön ist“, und tief getroffen zu sein, weil das der andere gar nicht will. Den Schmerz anschauen, annehmen und wieder loslassen, das geschafft zu haben ist ein Stück weit Schwerstarbeit gewesen, aber das war geschafft. SO schön !!! Nichts erwarten. Von niemandem, das bin ich ja nun auch tief innerlich als Lughlicht so gewohnt, das habe ich in mir wie im Menschen das Blut fließt. Seid Anbeginn an war das so bei mir, die ganzen Leben hindurch. Nicht verwunderlich also, dass auch diese Kindheit so war „nichts zu erwarten“. Auch keine Liebe. „Geben seliger denn nehmen“ und ich war ja Lughlicht „nur“ als Gast hier in einem menschlichen Gewand….ja von wegen….die Rechnung ohne den Wirt gemacht, ich habe diesmal in diesem Leben Menschliches berührt….doch dennoch war ich in diesem bedingungslosen Zustand mein ganzes Leben. Meine ganze Kindheit, meine ganze Jugend und darüber hinaus, denn JAJAJA, ich liebe es SEHR, diesen bedingungslosen Zustand….Mein ganzes Leben lang hatte ich in ihm gelebt, bis auf wenige Ausnahmen. Zugegebenermassen. Denn JA, einmal war ich also schon eifersüchtig. Oh ja….

Es war während einer dieser verregneten kalten Sommer, die feucht und ungemütlich einem das Leben schwer machen. Kein leicht fröhlich, entspanntes Sommer-Sonne-Badewetter. Nein, es war ein „zieh Dich warm an“ Wetter. Und so war auch meine Stimmung in diesem Sommer. Düster und wolkengrauverhangen. Extrem angespannt war ich, vom tagein- tagaus-mit -jemand-klar-kommen-müssen, die einen gar nicht leiden mag und überall was findet, was man hätte besser machen können. Mir war also schon bewusst, dass sie im Grunde meine beste Lehrerin war, aber die schlechte Stimmung war mir bis in den allerletzten Nerv hinein gekrochen. Drei kleine Kinder und jeden Tag eine Horde unerzogener Jungs, die „alles durften“, Hauptsache ihre alleinerziehenden Mütter hatten mal eine Stunde Ruhe am Mittag. In dieser Zeit kam ich zu nix und ging quasi jeden Tag mehr auf dem Zahnfleisch. Nur morgens in der Früh´ ging es noch gut, wenn alles noch wunderschön ruhig war und die Vögel bereits sangen. Da saß ich dann auf meinem Lieblingsmeditationshocker, schickte allen LIEBE und betete für einen schönen Verlauf des heraufziehenden Tages. Dann achtete ich darauf, mich tagsüber nicht verrückt machen zu lassen. Ich versuchte mit allen Mitteln entspannt und gelassen zu bleiben, die Anforderungen zu meistern (arbeiten, aufräumen, ordnen, räuchern, beten, Kerzen anzünden, reden, meditieren….) doch ich setzte keine Grenzen, nährte nur das Chaos, was ich damals aber noch nicht verstand. Ich wollte nicht tief getroffen sein oder „aus der Mitte“ gebracht werden, wenn man am Markt meine Ideen als die seine verkaufte, wenn man mich öffentlich bloss stellte, mich schlecht machte und wusch einfach weiter OM machend meine Wolle in der Elz, sammelte Pflanzen und Pilze, die es in diesem Sommer in nahezu jedem Wald gab denn in diesem Sommer gab es überall Flechten und Pilze, wohin man auch schaute. Die Baumpilze färben ja nun besonders schön und all die Farben erfreuten mich dann so, da vergass ich all den Ärger und die schlechte Stimmung im Haus. In dieser Zeit wurde dann von meinen Kindern und meinem Mann Fleisch zum Essen gefordert, was verständlich war bei der Stimmung, aber ich als Veganer hatte da so meine Schwierigkeiten, Braten auf den Tisch bringen zu können. Ich machte also vermehrt Grünkernbratlinge, Klösse und kaufte sogar Sojawürste, was ich mehr als doof fand, denn als Veganer Würste essen..na DAS kam mir suspekt vor, als würde ich da was ersetzen wollen….aber ich „wollte es allen Recht machen“ und kaufte also auch die Sojawürste.

An jenem Tag hatte ich im Biolanden wieder Sojawürste gekauft und diese gebraten. Uah, was für ein Fettgestank das immer war… doch die Kinder und deren Freunde und deren Freunde und so weiter freuten sich über „Wurst“ und wir warteten an jenem Abend nur noch auf den Papa. Dieser war an jenem Tag wieder bei Bea, „eine Baustelle machen“. An diesem Abend kam er nach Hause und strahlte, wie jedesmal wenn er von Bea kam, über beide Wangen. „Oh, was ist Dir Schönes wiederfahren?“ fragte ich. „Die Bea..“ seine Augen leuchteten“…sie ist so wundervoll, wie sie alles macht…“ er begann zu erzählen, während die Kinder aufs Essen warteten. …“sie will Fluglöcher und  Nester für die Fledermäuse!“ Schön. „Jeden Stein sucht sie nach dem Mond aus….das ganze Haus ist ein Traum…..sie ist so wunderbar…..“ Er wollte nichts essen, und während wir also aßen schwärmte er vom unübertrefflich guten Essen bei Bea. „Aber die Fleischgerichte von seiner Mutter, ja DIE wären auch gut.“ Hunger häbe er heute keinen, bei Bea gabts ja heute Camembert mit Preiselbeeren und sogar echten Rotwein aus dem Bioladen. Aha, was „richtig Gutes“ und aus dem Bioladen. Also ich kam gerade nicht immer in den Bioladen zu einkaufen und heute gabs…die angeforderte…?  Immer öfters schon als mir das lieb ist, muss ich nun sogar im Aldi einkaufen. Die Waldorfschule kostete Geld, der Kindergarten….“Ach die Bea hat Geld, ihr Mann verdient gut“ Ja was macht er denn? Ich erwartete sowas wie „Waldorflehrer“ oder sowas in der Art- „Er arbeitet in der Industrie. Blutplasma…“ Boah-waaaas? Ich war froh, dass ich auf einem Stuhl saß. Als sich herausstellte, welch eine Art von Beruf er den ausführt…ich verschone Euch mit Eiunzelheiten…unfassbar, einen auf „bio-Haus machen“ und dann sowas…“wegen dem Geld“ sagte mein Mann. DAS überstieg dann mein Fassungsvermögen. Er schwärmte und schwärmte und ließ mir gar keine Zeit, all die Informationen zu verdauen, schaute uns beim Essen zu und meinte, das „er auch mal wieder gerne bei seiner Mutter essen täte“ Ich gab der Pfanne mit den restlich verbliebenen Sojawürsten (sie waren für den Papa) einen Schubs, sie schlitterte quer über den Tisch und fiel auf den Küchenboden, das Fett spritze auf die weißgekachelte Wand. Bea, Schwiegermutter die ja sooo lecker kocht…ha ich sehe Frau mit Schürtzchen im Fernsehen mit Dose in der Hand, die da lacht und Werbung macht für: Spot on:“BONDOELLE aus der Dose ist ja so famose.“ In mir kochte es.

Die Kinder saßen auf ihren Stühlen, mit offenen Mund. Ich begann eine Szene zu machen und mein Mann war nur beleidigt, dass ich „so“ über die gute Bea und über seine „arme, vom Vater verlassene Mutter“ spreche. Ja, DAS hat nun wirklich lange genug bei mir gezogen, wie lange? 8 Jahre? Hätte er doch lieber gesagt „hey….komm….Liebes“ oder so, ich wäre sogleich versöhnungsbereit gewesen. Oder hätte er mich doch am besten gleich in den Arm genommen, oder hätte mir auch nur im Geringsten irgendwo in der Aura ein Zeichen gegeben, irgendwie siegnalisiert, und wenn es nur ein Leuchten gewesen wäre, dass er „bei mir ist“ zu mir hält in all dem Durcheinander hier, dass er es wertschätzt was ich tue…irgend etwas…

Während da nicht auch noch immer diese anderen Frauen, von denen er sich so gerne bewundern lässt gewesen,….he, keine von denen hat drei Kinder und steckt bis in die..in Schwierigkeiten…keine macht so viel wie ich….voller Hilflosigkeit über all diese Ungerechtigkeiten schmiss ich der Pfanne noch den Topf an die Wand hinterher. „Denkt eigendlich auch mal wer an mich?“ schrie ich verzweifelt. „Du vergisst Dich“ sagte da auch noch der Dim-Hie-Trie, der geschickt dem Topf ausgewichen war. Ich verstand das damals als: „Jetzt hör mal auf, beherrsche Dich“ doch das meinte er gar nicht. Er wollte damit nur sagen, dass ich allen anderen IMMER alles versuche Recht zu machen und so all das überhaupt erst am Laufen halte, wie sollte denn ja jemand an mich denken, wenn ich das nicht mal machte. Weil ICH keine Grenzen setze toben deshalb alle auf mir herum….doch damals da in der Küche dachte ich nicht soweit. Ich hatte den Fokus auf die Bea gerichtet. „Ja wenn sie so toll ist, und du ihr Essen so liebst dann zieh doch bei ihr ein. Oder bei einer anderen, von denen Du immer schwärmst. Du brauchst auch gar nicht mehr hier essen !!!“ überschlug sich meine Stimme.

Da stand er auf und ging einfach raus. Lies mich da stehen und ich atmete, schabte das Zeugs von der Wand, kniete auf den Boden und machte alles wieder sauber, entschuldigte mich bei den Kindern und sang ihnen ein gute Nachtlied vor. Die nächsten Wochen hörte ich mir dann sogar brav an, wie toll die Schwiegermutter, wie toll die (Namen vergessen) und wie super die Bea ist. Ich schluckte meine Kommentare runter, nun gut, nicht alle, aber zumindest versuchte ich es. Bis er dann auch noch verlangte „ich solle sie nun endlich mal kennen lernen, die Bea“ Ahso, DAS wird dann auch noch von mir verlangt, na toll. Ich soll jetzt also auch noch „die Rivalin“ kennenlernen? Da konnte ich also dann gar nicht mehr an mich halten. Da traf er ja genau ins Schwarze. Ich heulte über diese Vorstellung, denn ich erinnerte mich, wie ich in ganz jungen Jahren unverheiratet schwanger wurde. Doch der Mann meiner Träume war nicht bereit, zu mir zu halten sondern schlief dann weiter mit seiner Freundin, die er angeblich ja innerlich bereits verlassen hatte, als er mich kennen lernte. Gleich schwanger zu werden war selbstverständlich nicht geplant, immerhin wurde mir in der Donaueschinger Klinik versichert, keine Kinder bekommen zu können…. und wurde ja dann zum 2. Male schwanger. 9 Monate in banger Hoffnung, dass „er“ seine Versprechen wahr machen würde….er war, wie er sagte „voll Liebe zu mir“ aber hin und hergerissen… und ich hatte- volles Verständniss. Ich ließ ihn los, denn ich liebte ihn ja schließlich….doch es traf mich dann sehr, als gerade das Baby frisch geboren sie da“zufällig“ auch schwanger wurde und in 9 Monaten dann „ihr“ Baby gebären wird…SIE heirateten und der Freund meines Mannes sagte immer zu mir „und an die… denken wir auch!“ Ich dachte immer lieb an sie. Der Mann, der das verlangte hatte ja mit meinem Mann zusammengewohnt und er war auch der Trauzeuge der beiden. In all der Zeit war ich ganz matt, aber nicht eifersüchtig. Aber nun war ich es. „Nein, die will ich auf gar keinen Fall kennen lernen, mir reichts jetzt mit all den Weibergeschichten!“ schrie ich ihn an.  Ja, er verehrte die FRauen und ja, er konnte für all meine düsteren Erlebnisse in meiner Vergangenheit nichts. Rein gar nichts. Er hatte mir damals so beigestanden, mir so geholfen, er war mir Anker und Rettungsboot zugleich. Bewahrte mich vor dem Untergang. Brachte mir wieder das Lachen bei. Aber das alles erschien mir so lange her zu sein…. Wir befanden uns wohl in der berühmten 7 Jahre-Ehe-Krise….

Ich begann Eifersuchtszenen zu veranstalten und muss gestehen dass ich sogar „zufällig“ beim Waschen alle Jenanstaschen bewusst umstülpte, in der bangen Ahnung „Beweise“ zu finden. Jeder noch so kleine Zettel, wo eine Nummer drauf stand rief ich an und WEHE da ging dann eine Frau dran…. ich rief sie alle an und hatte mich da bei so mancher Abnehmerin total lächerlich gemacht…doch das war mir sowas von egal. Der Dim-Hie-Trie fand es nicht mehr zum aushalten mit mir. Er bekam auch meine Ausbrüche ab, denn er sagte auch immer „dass die Bea wirklich eine Liebe sei“ und bestätigte „dass sie alles ganz wunderbar macht“. „Ich sollte halt selbst mitkommen und sie kennen lernen.“ Da schrie ich verletzt und außer mir ebenfalls, dass er ja bei ihr einziehen kann und mich alle mal am Ar…l…können und das war dann des Guten zuviel. Er packte sein Bündel und ging. Zuerst war ich SEHR erleichtert , getreu dem Motto: „Na dem hab ich´s aber gezeigt“ Solz war ich dann auch noch auf mich, weil ich das dann bei jedem so machte. Keiner kam mir mehr ungefragt in die Wohnung rein und öffnete den Kühlschrank um die letzte Butter für deren Mutter zu holen. Nun schloss ich die Türe, die Tag und Nacht offen gestanden hatte ab…. jahrelang war sie stets Tag und Nacht geöffnet gewesen….und hängte ein Schild hin „Mittagspause bis 16 Uhr“. Ich führte Regeln ein. Den Jungs tat es gut. Boah, welch ein gutes Behehmen da folgte….Ich entspannte mich zusehends. Mein Mann machte Überstunden-bei-Bea. Ich hörte Musik und lies es an mir vorbeirauschen. Doch als sich die Wogen geglättet hatten, als alles wieder seinen ruhigen Lauf nahm, als die Abende länger und läger wurden begann ich meinen Mann und den Dim-Hie-Trie zu vermissen. Irgendwann war ich dann soweit, dem Schatten in die Augen zu blicken. Ich weinte über „das eigentliche“ das „dahintergelagerte“ den Auslöser: und zwar über all die bangen Nächte, in denen ich nicht wusste, ob mein Liebster, den ich so anbetete wieder mit „ihr“ schlief oder ob sie sich zärtlich küssten. Ich schluchtze, dass ich es nicht gewesen war, die er damals „erwählt“ wurde um an „seiner“ Seite weilen zu dürfen, ich weinte, wie ich alleine die Bewegungen des Babys im Bauch spürte, 9 Monate lang, und ich weinte, über all die falschen Versprechungen, an die ich so feste glaubte. Ich weinte mich hinein bis ins „Jetzt“…. wie ungerecht es ist, dass jemand meine Ideen stiehlt und dass man mich schlecht macht…ich weinte bis ich endlich echtes Mitgefühl hatte-für mich. Ich schluchtze so sehr und irgendwann hatte ich all das verdaut und stieg ins Auto und fuhr nach Bahlingen, zu dem Haus, wo mein Mann und sein Freund Gregor arbeiteten-in das Haus von Bea. Aber mein Puls war auf 310, ich zitterte am ganzen Körper, erwartete eine wunderschöne Frau, mit langem Haar, in einem wehenden Kleid, die Essen so fein wie im Himmel kredenzt und die allem trotzt, was sich ihr an Schlimmen in allen Welten bietet….geöffnet hat mir dann eine kleine Frau mit einem Bäuchlein, mit kurzem, vom Wind zerzaustem kastanienbraumen Haar, das mit Silbersträhnen durchwebt war. Wache helle und strahlende Augen blickten mich freundlich und offen an. Ihr weiches Lachen war so echt wie ihre gesunde, vom Wetter gegerbte Gesichtsfarbe. Sie trug hohe Gummistiefel und hatte Erde unter den Fingernägeln, weil sie den beidem im Garten behilflich war. Sie zeigte mir ihr ganzes Haus, den Lehmofen, die Sitzbank, wo der Dim-Hie-Trie auf einem Fellchen saß „Beas Lieblingsplatz“ sagte er und sie gleichzeitig. Ich setzte mich und spürte, wie der Bann gebrochen war.

Das war das einzigste Mal, wo ich wirklich eifersüchtig gewesen war. Eifersüchtig. Auf diese wundervolle Frau? Unfassbar!

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Aura sehen

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Hui….wie die Zeit vergeht! Es gab so viel zu tun, da kam ich wieder über 2 Wochen nicht mehr zum am Blog weiterschreiben, denn mittlerweile ist es damals an jenem Tag im Tempel wie immer auf einen Schlag stockdunkel geworden. Der Wind peitschte durch die Bäume und fegte über die Dächer….

Es stürmt, gewittert und regnet mal wieder in STRÖMEN…ach herrjemineh…rot geworden schaue ich beschämt auf den Boden und sehe darauf das Licht der Blitze, die grell am Himmel zucken und den Boden des Tempels in lichterlohe Energie tauchen. Immer wenn die Türe aufgeht kommt eine regennasse Wolke mit herein. Feuchter Nebel, der sich mit dem Duft der Räucherstäbchen mischt. Die gibt es bei uns in Deutschland sicher so nicht zu kaufen. Ich schließe die Augen, genieße den köstlichen Duft und beschaue unwillkürlich die Aura der Anwesenden. Ich sehe, wie sie hier auftanken, wie sich ihre Farben in der Energie stabilisieren, wie sie sich farblich ohne darüber nachzudenken einfach mit ihrem eigenen Farbenlicht mit einbringen. Dies berührt mich. Ich spüre, wie wohl ich mich unter diesen Menschen, die ich gar nicht kenne, deren Sprache ich gar nicht spreche fühle. Ich singe und sie bringen sich einfach ein. Einfach SEIN.Gemeinsam TEILEN…wie schön wäre es, wenn das immer und überall so sein könnte…ohne Neid- Energie, ohne den Trumph „besser sein zu wollen“ oder dem anderen die Energie zu stehen…Unwillkürlich denke ich daran, wie sich in meiner Heimat jene, die über andere mitbekamen, dass ich „die Aura sehen kann“ in meiner Nähe meist ganz seltsam benehmen. Entweder total übertieben nett und Hauptsache keinen GEDANKEN an etwas vermeindlich „Schlechtes“ haben weil „ich das ja sehe“ oder in irgendeiner Hinsicht verstellt. Diese Energien sehen und diese Diffenrenz aushalten zu müssen schmerzt mich, weil es eine Differenz erzeugt zwischen dem, was der andere mich „sehen“ lassen will und dem, was er tatsächlich ausstrahlt. Wenn hineingesehen werden kann, durch welche Energie er/sie gelenkt wird…hui, wenn man DAS alles sieht… kann, Verzeihung: muss, man sich schon warm anziehen und am besten Mona-Lisa-lächelnd darüber schweigen, was man sieht….denn die dahintergelagerte Energie kann SEHR agressiv werden, denn DIE will ja nicht vom Menschen lassen….doch immerhin schaut es recht lustig aus wie die Farben sich bei solch einer Schau verhalten. Sie können einfach nicht gleichbleibend stabil sein, sie vermögen es nicht brilliant und klar zu bleiben. Ihr könnt es Euch wie bei einem Aquarellbild vorstellen, seht ihr? Wunderbar, genau so. Gemalte Aura aus Wasserfarben. Sie verschwimmen, wechseln und bei der Aurasichtung fallen die Farben dann in sich zusammen. Ein eindeutliges Zeichen, findet ihr nicht auch? Aber ansprechen darauf? Hm, ehrlich gesagt kann man sich mit solch einer Aussage SEHR in die Nesseln setzen…Ich passte daher immer auf, in wie weit ich dazu etwas sagte, ich beobachte ja lieber. Zumindest habe ich das bis dato so gemacht. Mittlwerweile ist es ja anders, aber das erfordert einen breiten Rücken….doch zurück zu meinen damaligen Überlegungen, die ich mir da stellte, an jenem Abend im Tempel: Warum verstellt man sich? Weil man als „zivilisiertes“ Wesen gewohnt ist, gut darstehen zu müssen? In Anbetracht des Südschildes, das auch stets erpicht darauf ist „lieb zu wirken“ , weil es eben seine Aufgabe ist „lieb“ sein müssen. Oder das Nordschild, das „hinstehen“ muss. Beides sichert dem Menschen das Überleben. Das Südschild stellt sich ja auch gerne in den Vordergrund und es ist meist gewohnt, wenn es geschickt ist, all das zu bekommen, was es glaubt zu brauchen. Auf „einfachem Weg“ wie es meint. Die Konsequenzen intressieren es ja nicht….doch zurück: wer kann denn schon immer „lieb“ sein? Na keiner! Ich übrigens auch nicht! HIHI.

Es ist schön, einfach TEILEN, miteinander SEIN können, einfach so, wie man gerade ist und noch schöner ist, wenn man miteinander verschmilzt, was so schön aussieht, wenn Menschen untereinander oder Tiere und Menschen miteinander verschmelzen, wow !!! Viel schöner als wenn der andere sich aufbläht oder sich gar über den anderen drüber stülpt, dessen Energie raubt. Das zu sehen, zu spüren kennt jeder, das ist wirklich so krass, das sehen und aushalten zu müssen. Das ist nicht „teilen miteinander“ das ist nur krass. Vereinen sieht anders aus und ist einfach nur schön! Und ich bin ehrlich gesagt ja gar nicht erpicht darauf alles immer ständig zu sehen und stelle das sogar bewusst ab… aber wer mich kennt hat das ja schon oft gehört. Und was soll´s, hey, ich schaue doch auch MICH, erleichtert Euch das denn gar nicht? Doch, oder? Und auch ich mache Fehler und mag schauen, was denn nun WIRKLICH  „mein“ Fehler ist. Hat ja sicher einen Grund, dass ich so krank bin. Also. Aber was ist denn nur „mein“ Fehler? Nie wollte ich etwas, nie verlangte ich etwas, denn nichts „brauchen“ nichts wollen, ähm, sicher auch nichts sehen und denken brauchen…. nichts bedauern, nichts hinterher weinen ist sooo klasse erleichternd. Es macht frei. Das Gefühl, nichts zu brauchen bedeutet Freiheit. Doch es war und ist mir alles, was immer auch an mich herangetragen wurde nie „egal“ gewesen, im Gegenteil: mir geht es immer sehr nah, was ich sehe, was an mich herangetragen wird und das leider auch sehr sehr lange….mich machte und macht immer noch, alles oft schrecklich traurig, es bedrückt mich und verletzt mich sogar, denn hallo bin ich denn aus Stahl? Ich habe kein Metallbewusstsein, war in den Leben des Metallbewusstseins gar nicht da, wie soll ich denn da Härte entwickeln? Geht gar nicht. Doch da sprechen „die Erleuchteten“ dann überheblich zu mir oder zu jenen, die dann weinend zu mir kamen, man wäre im Ego. Auch DAS habe ich lange so angenommen, dass das ja auch stimmen könnte, auch wenn ich die Aura desjenigen sah, ich glaubte aber dennoch ich könnte MICH ja nun auch irren, müsste noch besser werden, mehr vergleichen. Ich zog immer und alles in Betracht. Dim-Hie-Trie sagte auch schon: „wer immer für alles offen ist der kann ja nicht ganz dicht sein.“ So trocken und so wahr!

Das war in all den Jahren wohl mein größter Fehler erkenne ich langsam vage und naja, das, wo der andere da drinne war, das ist sicher NICHT „Erleuchtetsein“ sondern „vom Einfall geblendet sein“, ein „Zustand“ oder so in dem diese Menschen da sind wenn sie sowas wie „alles ist ein duales Spiel…nicht die Wirklichkeit….wenn es dich verletzt bist du im Ego“….. von oben herab sagen. Vieleicht ist es auch nur ein Ablenkungsmanöver? Hm ja! Ist ja um ein vielfaches bequemer und stärkt sogar noch das eigene Ego…so ganz nach dem Motto:  „der da, die da“ ist im Ego,  ICH ICH ICH  nicht“ und würde man sowas dann zu demjenigen sagen: „Hey… DU bist doch nur gerade darinnen…..“ Haha, man würde vom anderen sicher als Bummerang das gleiche zu hören bekommen, haha… doch was für ein dummes Spiel! Gar nicht lustig für die, die es abbekommen und das habe ich so oft, ich hab GENUG. Und warum? Weil ich es nicht stehen lassen konnte bisher? Weil ich es durchschaue, das „Spiel“? Weil ich die Farben sehe? Weil ich die Gedanken verfolgen kann? Weil ich die Energien sehe, die der Lebenden wie auch die der Toten? Weil ich die Farben sehen kann der Egregore und der Wesenheiten, die angedockt an den Menschen leben? Ich kann es nicht als „Spiel“ sehen, wie es gerade so in Mode kommt zu sagen: „es ist nur ein duales Spiel, nicht die Wirklichkeit“… während getarnt hinter unserem Rücken dann Experimente mit Tieren gemacht werden, in Laboren schlimme Dinge passieren und Müll in den Ozean geworfen wird, Wale geschlachtet, Atommeiler hochgezogen werden…. die ERDE verunreinigt und zugemüllt wird…. ich kann es also NICHT als Spiel sehen, ich habe ja GEFÜHLE und von wegen…ich fühlte mich nie als was BESONDERS, das Gegenteil war der Fall und ist es immer noch. Doch wie immer ich das auch versuchte zu vermitteln: die Menschen stellten mich entweder dennoch als „heilig“ oder eben als „schlecht“ dar, das Maria Magdalena Prinzip eben. Entweder man verehrt einen oder stellt den anderen als unwissend, unterbelichtet dar, lieber den anderen verachten, herabwürdigen, bloss stellen und geht selbst seltsamer Weise sogar noch sehr darinnen auf (weil es Energie zufügt) oder man erlebt, dass man angebetet wird. Manche überschütten einen, bis gar keine Luft mehr zum atmen da ist, sie stellen einen auch gerne auf ein Tröhnchen und weil ich für meinen Teil jedenfalls darauf ja nie still lächelnd sitzen bleiben konnte werden sie über mich traurig, wütend, fühlen sich durch mein Verhalten verletzt und haben auch blutrot-orange Energie die sich auch menunstationsrotbraun im Sexualchakra zeigt, wenn sie mich vermeindlich da wieder runter schupsen, wie das neuerlich ein „Schamane“ gedacht getan zu haben…. es geht mir nah, aber NICHT wegen einem vermeindlichen „verletzten Ego“. Wo ist denn mein vermeindliches EGO? Ich kann es nicht sehen, fühlen, erkennen. Viele Lehrer sagten zu mir, ich häbe kein Ego und es wäre gut, wenn ich endlich eines aufbauen würde. Nun, vieleicht gänge es mir ja besser hätte ich das getan? Es ist kein Ego, das in mir verletzt ist, es ist das „nicht mehr aushalten können von Differenzen, all die Ungerechtigkeiten, all der in mir lebende gefühlter Schmerz , das viele Leid.“ Wie kann mir das, was an mich herangetragen wird egal sein….??? Es kann es nicht….und dabei ist doch nur das, was der andere als mein „verletztes Ego“ empfindet, dass ich da etwas sehen kann weil ich so wenig Leben hatte, weil ich lebendige Erinnerungen an die altvordere Zeit habe, es ist doch nur eine Einsicht in etwas, ich sehe, habe ein Gefühl für all das und doch sind alles nur Gaben, Nuancen von LICHT…wir alle ZUSAMMEN leuchten erst wie ein bunter Regenbogen, der sich über die Welten spannt….ist das so schwer zu begreifen?

Eine nachtblaue Aura mit Lichtpunken, die leuchten, wie Sterne, eingebettet in die samte Stille des Alls bedeutet: der Mensch hat mit diesem Thema, an das er gerade denkt in dem „er sich befindet“ die Ruhe weg. „Was bedeutet das Sian, wenn ich eine blaue Aura habe? Ist das gut?“ Gut? Schlecht? Wieso denn immer diese Frage nach  „gut oder schlecht“…? Und sagte ich etwa blau? Nein, ich sagte doch „nachtblau mit Lichtpunkten“. Seltsam und unverständlich fand ich schon von jeher, dass die Leute, die ja kein einzigstes Mal, also NIEMALS auch nur etwas dafür an mich bezahlen mussten wenn ich ihnen Darshans über Darshans gab dann nicht einmal damit zufrieden waren mit meinen „banalen“ Antworten! Unverschämt? Unkenntniss? Oder hört man soooo gerne, was man alles mal war, wie toll, wie großartig… oder kasteit man sich, will die/der „Böse“ gewesen sein…wenn ich, was wenig vorkam, jemand anvertraute, wie verletzend das alles für mich ist, sagte diese/r nur beim nächsten Streit ich sei  ja nur so verletzt, weil ich oder der/die jenige die zu mir kamen nur im Ego seien. Mei… wie dreist und so verletzend und so praktisch- da muss sich der andere ja gar nicht SELBST anschauen, er schiebt es eben lieber auf den anderen…blödes Spiel, also ich werde da aussteigen das habe ich im Tempel beschlossen – egal, wie hoch die Konsequenzen sind, es ist der einzig richtige Weg und mag er noch so steil sei. Draußen Blitze, so grell und hell, die Augen der Statue leuchtet auf, der Mund scheint zu lachen. Ich liebe Gewitter, es macht mir keine Angst, ich fühle mich also wohl. Draussen donnert es so laut, man meint, sich mitten in den Wolken zu befinden. Ja, mitten in den Wolken befinden wir uns doch auch wirklich, wir sind tatsächlich hoch auf dem Berg – mitten in den Wolken…HIHI.

Wir gehen hinaus. Es ist so stockdunkel, vieleicht hat wo der Blitz eingeschlagen, denn auch die Strassenbeleuchtung ist aus. Etwas ist anders. definitiv anders. Was ist es? ich erkenne es nicht. Aber ich spüre es.  Etwas GRAVIERENDES hat sich verändert: WAS ist es? Ich schließe die Augen, spüre tief in mich hinein: Ich bin nicht mehr „böse“ auf den Guido. Mich trifft es nicht mehr so arg, dass er nicht mit mir gesungen hat, dass er da drinnen nicht mit mir sein wollte, mit mir teilen wollte, bei mir sein wollte, dass er seine Ruhe wollte, dass er für sich sein wollte, dass er generell eben SEINEN Weg gehen will. Ich kann „den anderen anderen sein lassen“ wow, wie klasse. Warum war es mir denn nur so wichtig, gemeinsam nebeneinander zu sitzen, gemeinsam zu singen? Es ist mir nicht mehr wichtig stelle ich fest. Wie das? Ich hatte so ein schönes Erlebnis, auf dem Dach „unseres“ Hotels, als die Nacht so nachtblau war, der Mond so hell leutete wie von silberglanzenem Glitzerlicht begossen. Lau, weich war die Luft und Hupen auf den Strassen ohne aufdringlich zu wirken. Was will ich mehr? DAS war DER Augenblick, und er ist unvergänglich. Warum mag der Mensch immer wiederholen, was er schön fand, warum immer „besser“, „schneller“ sein? Es ist alles gut und wunderbar. Es regnet so stark, man hat den Eindruck, es giesst aus Kübeln, die ganze Strasse ist überschemmt. Guido oranisiert eine Rigscha. Der Fahrer lässt mich wie gewohnt bei Regen das Vielfache zahlen. Nun, ich schlucke immer noch und weiß, dass ich auch diese Unverschämtheit noch meistern werde. Aber eben halt nicht heute. HIHI.

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FREAGAIRT-die Antwort

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Wer die Tür auf(bekommen) hat, die Schwelle überschritten hat, hat jeweils mindestens zwei weitere Möglichkeiten. Weiter hineingehen oder nur schauen. Einlassen oder seinlassen. Ja oder nein. Gerade oder ungerade. Hinsetzen oder stehen. Hoch oder runter, links oder rechts. Schwarzweiss oder bunt. Eine wundervolle Atmosphäre. Weite, Landschaft. Berge. Täler. Himmel. Erde. Glauben. Vertrauen. Ein wundervoller Duft steigt mir in die Nase. Getragen. Gehalten. Beschützt. Heilig. Einlassen-devinitiv einlassen. Es duftet wundervoll. Ich spüre in den RAUM. Hier kann ich mich auf das, was geschieht einlassen. Egal was kommt, es ist richtig. Ich kann mich öffnen. Hier werde ich gehalten. Er/Es ist stark genug. Ein Besen steht in der Ecke. Es ist so sauber, dass man sich in voller Länge auf den Boden werfen mag. Hinlegen. Einlassen. Hingeben. Definitiv JA.

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„Dann bedeutet es ein Ja.“ höre ich. „Ein Ja bedeutet ja“. Wer hat das gesagt?  „Ich.“ „Wo bist Du? – „Hier“ Von wo kam das? Es scheint im Raum zu sein. Der Geist dieses Ortes?  Ich schaue mich um. Gehe hinter den Altar. Ich darf ganz nah kommen. Die Statue hinter dem Altar schaut mich an. Ich gehe Treppen. Sie sind steil, aus dem Felsen gehauen. Schon tausendfach gegangen. Den Berg hoch. Männer in weinroten Kutten. Da, ein Brunnen. In einer Kurve. Davor ein Baum. Erholen. Atmen. Das Herz beruhigen. Schwitzen. Wasser trinken. Aus einer Schale. Die immer dabei ist. Dann geht es wieder. Weiter laufen. Zum Kloster. Ich habe keine Worte denn ich war gerade da. Nur weil ich in seine Augen blickte. Oh bitte, darf ich ein Bild machen? „Ja.“

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Oh, ich darf ein Bild machen. Freude. He, was machst Du. Das darf man nicht. Aber ich habe gefragt! Wen, den Mann da hinten? Da ist wirklich ein Mann. Nein, den habe ich nicht gefragt. Es ist unhöflich. Unsittlich. Ihm und dem Glauben des Volkes gegenüber. Ich schäme mich. Ich bin entsetzt. Darüber hatte ich gar nicht angedacht. Wie entsetzlich. Ich werde rot, wende mich ab und gehe weiter, beide Erlebnisse sind mir ganz nah gegangen. Unter die Haut. Alles hier geht mir unter die Haut. Es ist ein Raum, in dem man singen mag. Oh, so gerne mag ich singen, der Guido vieleicht auch? Ob ich fragen darf? Guido schaut sich alle Statuen an. Vorsichtig nähere ich mich. Herzklopfen- ein Anliegen trage ich nun in mir. Einen Herzenswunsch: Zusammen singen. Oh, ich liebe es wenn man gemeinsam singt und es passt. Es ist schön, es ist mehr als „schön“ es ist wunderwunderschön, es ist harmonische Kovergenz. Es ist Poesie… es ist teilen…bitte bitte teilen. Zusammen teilen. ALLES teilen. Gemeinsam hinsitzen und das Gaiatri-Mantra singen? Herzklopf. Nein. Herzsteh. Blut in den Adern steh. Warum nicht? Was sollen die Leute denken. Welche Leute? Es kommen Leute. Ich gehöre nicht da hin. An diese Seite. Der Blick sagt alles. Ich bin fehlplatziert neben ihm. Was wollte ich? Mich hingeben.

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Na aber doch nicht in eine Emotion dieser Art. „Warum nicht?“- „Weil es mich verletzt“. „Gerade dann.“ Mag ich aber nicht. Also rausgehen? Nein. Alleine singen? Ja, aber dann auch wirklich alleine. Wie gewünscht wende ich mich ab. Soll ja keiner sehen, dass hier auch ja kein Paar ist. Tja, vieleicht hätte ich bessere Chancen gehabt, wenn ich ein Mann wäre. Uih, was für ein Spruch, ich scheine verletzter zu sein als ich dachte. Ich gehe, so weit wie nur möglich weg. Ganz hinten, auf den weinroten Teppich. Schluck. Was war das denn.

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„Was spürst Du?“ -„Stacheln. Stiche. Hitze.“ -„Wo?“-„Im Herzen.“ Zurückgewiesen. Kein schönes Gefühl. Ich hoffe voller Inbrunst nicht alleine sitzen zu müssen. Der Raum füllt sich mit Menschen. Na wunderbar. Sitzt einer hin setzen sich die anderen auch hin. Und doch sitze ich alleine. Ich sehne mich danach, nicht mehr alleine sitzen, habe aber doch was ganz anderes gemeint! Ich mag so gerne meinen Kopf sinken lassen, anlehnen. Nah sitzen, zusammen. Hand in Hand. Jene warmen EINEN Hände spüren, die ineinander passen. Energie, die dazwischen warm strömt pulsieren spüren. Nähe, die berührt und keinem von beiden peinlich ist. Niemals. Jene Hände, die ineinander passen…. Hinter mir ist, ganz versteckt, der menschliche Hüter des Ortes. Er ist es, der den Boden sauber hält. Schäm, ich habe Bilder gemacht. ich bin schon rot vor Hitze und Scham, röter kann man gar nicht werden. Er lächelt. Ich lächle zurück. Alleine kann ich das Mantra nicht singen. „Was möchtest Du?“ Hm, singen. „Dann singe, töne, auf die Deine Art.“ Wie alle Wesen in den Wässern tönen, wenn sie loslassen, was in ihnen ist, wenn sie frei lassen, was in ihnen gebunden war, wenn sie dem Wind Botschaften vermitteln töne ich. Es kommen die Sylphen. Tragen hinfort. Im Raum geht es wie eine Welle. Löst im Wasserelement derjenigen, die wollen los. Auch das wird getragen, umspült im Raum alles. Man entspannt, hört hin, denkt nach, lässt los und denkt, es sei aus dem Lautsprecher. Als ob es dazu gehöre. Ich fühle, wie alles zusammen bunt ergibt. Jeder Mensch, jedes Tier, jeder Gedanke, jedes Gefühl. Es gibt nur Energien. Nichts weiter. Es gibt nur bunt. Verschiedene Nuancen. Alles IST und SCHWINGT und alles gehört dazu..

Ich beginne zu begreifen, dass auch ich loslassen muss. Und nicht nur ich. Ich beginne zu begreifen, dass ich gar nicht unterscheiden mag, was ich davon schlimmer finde. Ich beginne zu begreifen, dass dies nicht leicht sein wird. Für keinen. Dass dies nie leicht ist wenn man sich davor scheut. Dass man sich eher Mechanismen einbaut, als sich selbst anzuschauen. Ich werde die Mechanismen erkennen, sehen was HINDERT und anschauen. „Ja. Das wirst Du.“Ich lasse es los und werde es machen. Für mich. Für den anderen. Ich und der andere sind EINS. Ich beginne zu begreifen, WIE SEHR alle EINS sind, wie SEHR alle die gleichen Verletzungen, Ängste, durchmachen und  Scham, Hilflosigkeit, Wut, Trauer und Schmerzen empfinden, wenn auch ein jeder auf seine Art und Weise. Ich beginne zu verstehen, dass alle den gleichen Weg gehen. Dass es notwendig ist den Weg zu gehen. Und dass dies nicht leicht ist. Ich glaube, dass wir alle dafür Hilfe brauchen. „Das hat ein jeder. Das hast auch Du.“  Ja, das habe ich, tausendfach. Es ist dennoch nicht leicht, auch wenn man Hilfen hat, man muss selbst gehen. Ich schaffe das. Ich werde weiter gehen. Das motiviert. Auch den anderen. „Erwarte es nicht“. Erwarte NICHTS. Ja, ist gut. Und qwenn doch schaue ich mir an, warum ich erwartete. Und wenn ich erschöpft bin werde ich ausruhen. Und dann wieder weitergehen. Schauen, was noch kommt, denn ich spüre, da kommt immer noch mehr. Bis NICHTS mehr kommt, es sich auflöst. Werde ich es loslassen können, das ich so unbedingt halten will, das ich nicht loslassen will? „Ja, das wirst Du.“ Ich sehe ausgetretene Wege. Schon tausendfach gegangen. Ein steiler Weg. Schon tausendfach hinauf und wieder herunter gelaufen. Beim Hinaufgehen treibt es den Schweiss aus den Poren. Das Herz schlägt. Dann gibt es den Brunnen. Man freut sich auf ihn. Kühes Bergwasser. Ein Baum, der Schatten spendet. Grenzen. Man überwindet sie. Denn es gibt in sie in Wahrheit gar nicht, die Grenzen.

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Dem Ruf folgen

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Ich vermisse den Him-Hie-Tie. Er hat gesagt, der Vogel wird uns führen, wir sollen seinem Ruf folgen. Mittlwerweile sind aber keine Vögel mehr am Himmel. Der Himmel ist mittlerweile dunkel. Und der Regen wird stärker. Immer Regen, ich versuche das nicht auf mich zu beziehen, nein, nein, sicher NUR Zufall. Wir sollten auch besser zurück gehen und biegen daher nun rechts ab denn da führt eine Strasse hoch. Zuerst laufen wir vorbei, an dem kunstvoll verzierten weißen Gebäude aus Speckstein oder ist das Marmor?  Gegenüber der, so ich das beurteilen kann, aus SILBER bestehenden Tür, am Treppenaufgang, stehen so kleine schöne geschnitze Elefanten. Geschnitze, geschückte Elefanten. Ach, egal wie es da rumdonnert, ich hab´eh keine Angst vor Gewitter. Und vor Blitzen ja auch nicht, die kann man schließlich überleben. Ähm ja. Also gehe ich auch schon bereits zurück, denn die mag ich mir noch kurz ansehen.

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Du lieber Himmel, was für ein Elefant! Ja ist DER schön.

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…und all die Ornamente! So gleichmässig gearbeitet, so kunstvoll….  – was für ein edles Werk.

Es donnert und grollt vom Himmel. Hallo weiter. Ich laufe langsam, das Kunstwerk im Gesammten ehrfürchtig bestaunend weiter. Aber das Gebäude ist nicht zum weiterlaufen gedacht. Es ist zum HINEINGEGEHEN. Doch der Weg scheint versperrt, alle Türen sind zu. Es ruft, das Gebäude, es ruft alles an diesem Gebäude. „Kommt-kommt- herein“ höre ich. Doch der Weg ist versperrt. Ich entdecke die Swastika, hm, nicht gerade MEINE Rune, ich habe sie ehrlich gesagt nie gemocht und mag sie immer noch nicht. Wer mich kennt weiß, dass ich Wunjo, dass ich Jera liebe. Weder Solwelu, noch Mannaz oder Hagalaz. Alleine schon beim Betrachten ihrer fühle ich mich so unruhig wie die See, wenn sie vom Sturm gepeitscht wird. Doch alles schaut im Gesammten wo sie ist so lieb aus, ich muss unwillkürlich an Mönche denken, sehe ein Kloster, hoch oben in den kahlen Bergen, wo es nur einen einzigen Baum gab und Mönche in weinroten Kutten. Und da sitzt auch noch ein Vogel, in einer meiner drei Lieblingsfarben, unfassbar. Also wie auch immer, ich mag da hinein gehen…

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Aus dem Schutz des Gebäudes tritt ein Mann hervor. Er schaut uns lange an und öffnet die Kette. Er sagt, wir können jetzt hinein gehen. Und zeigt uns, wo wir die Schuhe hinstellen können. Dass da ein wunderschöner außgerechnet GRÜNER Teppich ist bemerke ich erst jetzt. Mein Herz klopft nun ganz schnell. Etwas Grundlegenes scheint sich nun zu verändern, ich kann es schmecken und spüren, wie sich mir jedes Haar am Körper stellt. Der Elefant scheint es zu wissen, das sich hier etwas GRUNDLEGENES verändern kann und es geradewegs herauszutrompeten.

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All die Statuen strahlen eine solche Gelassenheit, Ruhe und Anmut aus, es raubt mir fast den Atem.

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grünes Teechen

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Das macht einem schon was aus, da muss man auch gar nicht eingebildet sein oder so. Es ist, so glaube ich, einfach auch natürlich. Am liebsten würde ich mich verkriechen und auch das ist normal, wie man es auch aus der Tierwelt kennt, da zieht man sich schließlich auch zurück. Seuftz. Na ja, zurückziehen ist gerade nicht, aber mal wo hinsetzen mag ich mich gerne.. Ausruhen. Doch wohin. Der Boden ist einfach zu nass und -imens- dreckig. Eine Parkbank, so wie die, die es bei uns gibt, gibt es hier nicht. Es gibt auch kein Cafee oder ein Teehaus, so wie ich mir das, grünes Teechen trinkend, zu Hause vorstellte hier „in echt“ anzutreffen. Zuhause habe ich wohl jahrelang ein verklärtes Bild von Indien gehabt. Zu Hause hatte ich feinsten grünen Tee gekocht und dabei daran gedacht, dass er hier wächst. Ich erinnere mich, wie gross meine Vorfreude war, ihm hier „live“ zu begegnen…oh war ich in Freude…. ich hatte auch bergeweise Räucherstäbchen angezündet und dachte dabei an Indien, an freilaufende geschmückte Elefanten und an saritragende Frauen. Ich war gespannt auf den Amber und auf das Sandelholz. Das aus Mysore. Mysore, die Stadt, welche bekannt ist für das Sandelholz. Doch in ganz Mysore gab es kein solches, wie ich es mittlerweile von Andrea, die es von Mutter Meera mitbrachte bekam. Mutter Meera, die in der Nähe von Heiler Mensch-heile Erde- Freunden ihren Sitz in DEUTSCHLAND hat.

Ich erinnere mich schmunzelnd, wie still ich da „OM“ machend zu Hause auf den dicken Polsterkissen saß und mich -allen Belehrungsversuchen von Miriam zum Trotze- mit GRÜNEM TEECHEN daheim im stillen Kämmerlein auf die Indienreise vorbereitete, an der Wand die indischen Stickereikissen… ach und eine indische Lampe hatte ich natürlich auch brennen und auf dem Tischchen, das ich aus DEM indischen Lädchen in Freiburg erstanden hatte den grünen Tee…doch wenn ich mich hier im „richtigen Indien“ anschaue dünkt mir nun vage, dass ich zu Hause wohl „Indien“ gespielt habe, mit GRÜNEM TEECHEN, der hier schwarz mit Zucker und Milch getrunken wird. Nun, Miriam hatte Recht, zugegebenermassen. Recht in allen Punkten und ich hatte von etwas geträumt, das es gar nicht gab. Geträumt hatte ich, grünes Teechen trinkend im räucherstäbchengeschwängerten Zimmer, untermalt von schöner indischer Musik, intensive Klänge aus traditionellen indischen Musikinstrumenten, nein kein Bollywood. Geträumt von einem Indien, das ich nicht antraf. Ach, sicher gibt es irgendwo ein solches Teehaus, wo man grünen Tee trinken konnte … oder….? Nun, wir finden auch noch zwei, hier in dieser Stadt, aber DAS ist eine gänzlich andere Geschichte und wird ein anderes Mal erzählt. Zuerst einmal kommen wir an einen Tempel, der renoviert wird.

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Unten sind Menschen am arbeiten. Oh man, eine Betondecke, so abgestützt…? Irgenwie ist es für mich nicht zu fassen, dass man solch ein schweres Gebäude so abstützt. Meine Stirn liegt schon wieder in Runzeln, ich bin geschockt. Da ich mir das genauer anschauen mag, wie die Seile festgebunden sind, sehe ich die Statuen obenauf. Sie scheinen zu lächeln und – zu winken. Sie sind wunderschön. Und verströmen eine sehr harmonische Energie. Mein Herz wird ganz ruhig.

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Die Gegensätze so stark fühlen, das Vertrauen, dass alles seine Ordung hat und dass „auf einen geschaut wird“ ist so spürbar wie man es sich bei uns im trauten Wohnzimmer mit grünem Teechen und indischen Klängen gar nicht erst vorstellen kann.

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Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, wo man es jemandem ansieht, dass er krank ist

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Mein Herz rast, Schweißausbruch zuerst an den Händen, Zittern, Panik. Ich fühle mich schlecht. Auch das Gehen fällt mir zunehmend schwerer. Es zieht mir im Rücken, beim Laufen fühle ich die Beine nicht mehr. Ich habe am Morgen tatsächlich alle Medikamente weggeworfen, in Mysore. In den Mülleimer. Ich fand´ das sogar schlau. Frei nach dem Motto: Das brauche ich nicht mehr. Ich habe schließlich das Programm geändert und als Beweis, dass ich es damit ernst meine auch erst mal alles weggeworfen. Denn ich glaube schließlich an meine Heilung und dachte, mit dieser Handlung meine Absicht zu untermauern. Und in einer Form könnte man, also zumindest zynisch gesehen, schließlich auch „Suchtmittel“ zu ihnen sagen, denn der Körper macht sich von ihnen abhängig.

Aber wie das so ist mit den Mitteln, auf die der Körper eingestellt ist: Lässt man sie auf einen Schlag weg bewirken sie erst einmal einen Abfall im Körper. Und auf diesen scheine ich geradewegs zuzusteuern. Für die Nerven und die Krämpfe sollte ich wohl doch die gewohnte Dosis zumindest an Magnesium zu mir nehmen und so steuern wir eine Apotheke und einen Laden nach dem anderen an. In keiner ist diese Dosis zu bekommen. Tja, das hätte ich mir wohl doch lieber vorher überlegen sollen….

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Mittlerweile habe ich leider auch das ungute Gefühl, gleich ausfallend zu werden. Und das habe ich auf keinen Fall vor. Es reicht mir auch mit diesen „himmelhochjauchzend-zu Tode betrübten“ schnell wechselnden Gemütsschwankungen. Mein Herz scheint das auch so zu sehen, nein es ist einfach nur – wohl wegen dem Insulin- auf 780. Um zumindest jetzt nicht mitten auf der Strasse in eine Art Unterzuckerung zu fallen gehe ich lieber doch mit schwankendem Schritt etwas Schokolade kaufen. Es gibt alles, hellbraune mit kandierten Kirschen, weisse mit Rosinen, wahlweise mit Haselnuss oder Kokos, die Auswahl ist riessig…

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Es ist so seltsam, denke ich bei mir, während ich das Erlebte in Indien nun hier aufschreibe, ich wirkte auf andere nicht etwa todkrank, fühlte mich ja auch nicht so,  fand´  mich sogar topfit, hatte einen Bärenhunger, regelrechte Heißhungeratacken, was mir aber gar nicht gut bekam, ich hatte Verdauungsprobleme und oftmals einen so harten Bauch, er erschein mir wie ein Brett. Ich legte mich auch mit jedem, mit jeder, egal mit welchem Thema und Motto mit 400 % ins Zeug. Unbeschreiblich, was ich alles auf die Beine stellte… ich arbeitete tage- und nächtelang durch, lief nachts -angenervt vom nicht schlafen können- mit Flora, unserer Borderhündin den steilen Berg hinter unserem Haus hoch. Doch immer war mir nicht gut, mir war stets eiskalt. Oftmals hatte ich daher so heiß geduscht, dass die Luft im Bad regelrecht gekocht hat. Oft schnellte mein Puls in überdimesionierte Höhen und ich bekam – aus heiterem Himmel so wie mir schien- wahnsinnige Kratz- Attacken. Auch regte ich mich tierisch auf, über Kleinigkeiten. Voll nervig. Und manchmal sackte ich sogar einfach weg. Wenn ich dann wieder zu mir kam wußte ich nicht mal mehr, was eigendlich geschehen war. Und die Haare fielen mir aus.. also das fand ich ja am schlimmsten…heute, wo ich diese Zeilen schreibe geht´s ja wieder, sie sind auch am Ansatz schön nachgewachsen, aber damals…oh jeh, ich fühlte mich so hässlich, war ich auch, aufgedunsen, wohl wegen dem Cortison und wenn ich mir im Spiegel in die Augen schaute sahen sie zwar-Gott sei Dank- auf den ersten Blick ganz „normal“ aus doch wenn ich die unteren Lieder wegschob war da alles gelb, so wie meine Zähne, die nach dem gelb werden dann später statt gelb sogar durchsichtig wurden. Jeder Luftzug verursachte mir Schmerzen an den Zähnen. Uah, so krass, die Sache in und mit einem Körper so bewusst (er)leben….

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Mittlerweile kann man es mir ansehen, dass ich krank bin. Die Menschen in den Lädchen schauen mich seltsam an und eine der Frauen vom nächsten Lädchen, an dem wir vorbeigehen wirkt sogar ganz erschrocken als sie mich sieht und hält sich sogar die Hand vor den Mund. Na toll!

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Über die Energie von Leylinien

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Wir gehen weiter. Das Städchen anschauen. Die Pferde wiehern uns hinterher. Wir werden sie noch vielmals sehen, während wir hier sind. Das beruhigt mich. Nun freue ich mich wieder auf das Erkunden, darum sind wir ja aus dem Haus gegangen, so war das doch oder? Ja, so war das. Genau. Mit leichtem Schritt gehe ich beschwingt weiter. Wohin? Nun, weiter, die Stadt anschauen…ins Zentrum, wo das ist? Keine Ahnung, doch sie kann ja nicht so rießig sein. Dass dem nicht so ist werden wir leider noch feststellen aber erst einmal „könnten wir doch der Strasse folgen, denn auf ihr verläuft „zufällig“ eine Leylinie. Wir könnten den Leylinien folgen….- „Leylinien“- heilige Linien, Energiebahnen. Jene feinstofflichen Energiebahnen, die unseren Planeten wie Meridiane umspannen und mit ihrer Energie, die in ihnen ist die Welt durchströmen. Meist sind es gradlinigen Bahnen, die innerhalb eines Rasters mitverlaufen, (wie z.B. die erdumspannenden Hartmann- oder Currygitter, die wie ein Koordinatensytsem auf der Erde liegen) doch sie sind etwas anderes und ihre Energie von eher ruhiger, gleichmässig strömender Art. Sie sind nicht zu verwechseln mit Erdstrahlen sondern fühlen sich von eher magnetischer Energie gelenkt. Eine Leylinie kann mehrere hundert Kilometer lang sein. In der Regel sind diese an der Erdoberfläche liegenden Energiebahnen einen Meter breit und mehrere Meter hoch. Es gibt sehr große Unterschiede in der Intensität der Energiestärke einzelner Leylinien, an verschiedenen Punkten einer Leylinie und auch zu unterschiedlichen Zeiten strömen sie ganz unterschiedlich. Zudem können Leylinien durch den Menschen beinflusst, umgeleitet oder geblockt werden, gerade beim Bau von viel Beton und anderer Materialien und Energiearten. Wenn ein Stau entsteht kann sich das sehr ungünstig auf die Umgebung und den Ausführenden auswirken. Die Energie der Leylinien kann negativ oder positiv sein, weiblich oder männlich (yin oder yang). Ich kann es auf der Zunge schmecken. Wo sich mehrere Leylinien kreuzen oder treffen ist ein Kraftort, im günstigsten Fall sogar noch ein naturbelassender Naturtempelbezirk. Jede Leylinie hat auch einen Beginn und ein Ende. An dieser Stelle fließt Energie entweder in die Erde oder aus ihr heraus.  

Die Bahnen verlaufen zur Strasse, fast paralell. Gerade so, als hätte das Strassenbauamt das mit eingeplant, ich muss schmunzeln. Man kann genau sehen, wo die Energie fließt und wo sie zurück gehalten wird. Da bricht der Beton auf, wo sie zurückgehalten worden ist- Ley´s machen nicht etwa Halt vor den Gebäuden….wenn Kristalle vorher programmiert wurden können sie umgelenkt werden…ach, ich könnte auch über dieses Thema bänderweise Bücher schreiben denke ich, wie soll ich das alles denn jemals aufschreiben können…. Ich spüre schon wieder ein Verzweifeln. Was ist, wenn ich hier sterbe. Hey, nicht verzweifeln. Es wird sich zeigen. Erst einmal sind wir doch hier und kommen von der Höhe in die tiefer gelegenen Teil der Stadt, geradewegs an einen Strömungspunkt. Die Energie fließt, sie schimmert fast schon atmosphärisch, also blau. Ein wundervoller Strömungspunkt- Und darauf steht: Ein Tempelchen! Ich muss stehen bleiben. Es schaut aus, wie wenn es da zwei Welten gäbe! Eine blaue Tür für die Menschen und das obere Tempelchen mit Türmchen und Erkerchen für das kleine Volk. Boah, wie schön…

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Es wächst sogar Gras, und Blumen, so groß wie Bäume, zumindest am kleinen Volk gemessen auf dem Tempelchen für das kleine Volk. Grüne Glaskugeln glitzern auf den Zinnen und in der Mitte funkelt sogar eine rote, ich bin fasziniert. Die Gegensätze mögen voneiander leben – aber auch nur in der Dualität. So kann ich es doch stehen lassen, oder? Alles ist aus der EINheit heraus entstanden. Ja. Wie lernt ein fühlendes Nervenwesen das Licht der Sonne schätzen, wenn es die Kälte der Nacht nicht erlebt hat. Geht gar nicht. Na schade ist das aber schon! Ich sehne mich nach Einheit, nach Verschmelzung und doch weiß ich, dass man erst einmal froh und dankbar darüber sein sollte, in der Dualität all das Erleben zu dürfen…

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Die Wolken verfinstern sich. Ein dunkler Schatten fällt auf all die schönen Erker, Türmchen, Gräser und Blumen, die so groß wie Bäume sind. Ach schade. Könnte alles so schön sein. Doch es braucht ja den Regen. Wie man es dreht und wendet: Letzendlich sitzen alle dann ja doch im gleichen Boot – das kleine Volk, die Menschen. Doch warum will der Mensch alles unter SEINER festen Hand regieren? Ach, macht er doch gar nicht, er wird ja gelenkt. „Es sind alle da“ sagte- leise lispelnd- einst Herr Pix, der Graslandbewohner, heruntergekommen aus den weiten Ebenen der Lugh. Kommt mir das bekannt vor? Oh ja. Na also! Und wo Schatten, dunkle Wolken, da ist auch Licht. Ja. Und Lugh heisst?- Licht.

Es tröpfelt uns auf den Kopf. Oha. Das SIND Regenwolken. In der Ferne hörten wir auch bereits Donnergrollen. Na, es wird doch nicht etwa wieder ganz doll regnen…? Doch. Wie doll es regnen wird, nämlich in Strömen, erleben wir auch schon bald. Aber genau darum kommen wir an einen ganz besonderen Ort, in den wir uns – durch den so schnell aufkommenden Regen- dann hineingerettet haben. Ein Tempel aus weissem Marmor, wo ein Weiser wohnt. Doch das erzähle ich Euch heute Abend, denn nun ist schon wieder fast 3.00 Uhr und ich versuche mal zu schlafen. Urah lag Nuah ihr Lieben!

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„Gegensätze“ leben voneinander

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Die Gegensätze könnten auf enstem Raum nicht unterschiedlicher sein – arm und reich liegen hier sehr nah beisammen, obwohl sie vermeindlich die Strasse und sichtbaren Schranken wie die Mauern voneinander zu trennen scheint. Und dennoch durchdringen sie sich … man kann es so sehr spüren … ich erhalte immer mehr den Eindruck, dass gerade in Indien etwas SO extrem unterschiedlich erlebbar ist, dass etwas Gegensätzliches SO offensichtlich nah beisammen rückt, dass es mehr und mehr zu einer EINHEIT verschmilzt…

Auf der einen Seite Baracken und ein notdürftig abgedeckter Wasserspeicher, kühles moosartiges Gras, auf der anderen Strassenseite Kahlschlag für die vikorianisch angehauchte Architektur, bunt angestrichene Häuser und bei genauerer Betrachtung ein Glashaus auf dem Dach, also DAS finde ich architektonisch gesehen ja schon überaus originell….

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…aber wollte ich da in dem Glashaus sitzen und auf die Baracken schauen wollen? Nein. Warum? Nun es macht mich traurig. Was genau? Das Drüberwegschauen. Ach Mensch, die armen Leute, sie sind ganz sich selbst überlassen…Ich spüre Gelähmtheit in mir, Traurigkeit, die wohl in meinem Inneren zu schlummern schien und hier wehhement hervorkommt, unberechenbar wie mir scheint, durch die kleinsten Auslöser. Und das alles, seid ich mir die Krankheit genauer anschaue, die da in mir lebt, bis hinter uns ein wie mir scheint immer lauteres Geklapp-Geklapp, Trab Trab- Geräusch immer lauter wird: Klapp, klapp. Klappklapp-klappklappklapp. Hm, was ist DAS denn…? Ich lausche der Energie, komme erst gar nicht auf die Idee mich umzudrehen, was ja das normalste wäre, aber ich mag hinhören, der Energie lauschen… dadurch verstehen. Es hört sich an wie „Ich gehe, gehe, gehe ganz gerade meinen Weg…“ Ah, ein ZIEL vor dem inneren Schirm haben…es sind Hufe auf Beton die das Geräusch verursachen. Pferde. Ah, da sind sie wieder…

Pferde? In der Stadt? Hui, schon ganz nah. Ich kann sie nun riechen. Sie riechen aber nicht nach dem moosartigen, sicher schön feuchten Gras von unten, wo die Baracken stehen. Auch nicht nach Stall oder duftendem Heu… aber nun erst mal Platz machen für die Pferde die hier, wie sich das später noch herausstellt, im ganzen Städchen herum spazieren. Wo sie nur hinwollen? Oh nee….da hin:

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Herrjehmineh. Was ist denn DAS schon wieder. Vor meinen Augen. Pferde müssen den Mist aus der Tonne fressen. Gegensätze leben voneinander. Nee, das geht ja gar nicht, was ist wenn da scharfkantige Dosen sind…und all die Bakterien, bei der Hitze….Ich mag das nicht mitanfühlen, mitansehen müssen aber auch nicht davor weglaufen. Ich mag zaubern. Oh ja. Zaubern. Folgendes Essen hexhex: saftiges Gras mit Wildkräutern. Hm lecker. Nein. „Soll“ ich ja nicht. Nun, ich könnte auf das Grundstück da drüben laufen, über den Zaun rüber klettern…. oder folgende Gegenstände -plingplig- mit dem Feenstab materialisieren: einen harten Striegel, eine weiche Bürste. Ah, und Salbe. Denn ich rieche Ekzeme. Und Flohkot. Und noch ein paar andere Organismen, die ich aber nicht mit Namen kenne. Mir juckt es nun sehr in den Fingern. Fast nicht zum aushalten. Gleich kommt es raus. Ich kann es wohl echt nicht lassen. „Immer missionieren“ hat mal jemand abfällig zu mir gesagt. „Mich immer einmischen.“ Damals war ich zu Boden geschämt. Warum ist das bloss so mit mir. Ich könnte es, kar, also warum sollte ich nicht….Nein lass mal, nichts materialisieren jetzt. Also den Dingen ihnen Lauf lassen!? Ich soll nichts materialisieren mehr wurde mir aufgetragen und da hab´ich mich ja nicht gerade dran gehalten… „Warum nicht?!“ Hatte ich damals recht trotzig gefragt, „Man könnte damit so viel Gutes tun, es ist doch was Schönes.“-„Man wird es nicht wirklich dadurch verstehen. Nicht nur etwas Grundlegenes verstehen lernen, etwas Globales ist es, das erst verstanden werden muss innerhalb all jener, die in der Dualität weilen….“- „Aber viele sind doch so blind.“- „Ja, sie sehen nicht, wie wenn ein Heißluftballon inmitten der Wildniss landet. Die Ureinwohner würden ihn nicht sehen. Weil sie ihn nicht sehen KÖNNEN.“ Hoffnungslos. Und ich kann es einfach nicht lassen, so ein Mist aber auch. Ich kann mich wohl darum auch gar nicht lange über etwas erfreuen. Ich bin nun ganz unten von der Energie, mag mich am liebsten hinsetzen und verzweifeln.

In so Momenten sagt der Dim-Hie-Trie immer „jammern nutzt nix.“ Ja, also paperlapapp jetzt, wisch weg die Gedanken. Ist doch eh schon Vergangenheit. Das JETZT zählt. Also das, was ich draus mache, nicht das, was gerade ist ist sooo wichtig sondern wie ich dazu stehe, was ich draus mache. „Ich werde das alles zumindest einfach mal aufschreiben“ denke ich so bei mir und streichle dabei auch schon bereits ohne drüber nachgedacht zu haben die beiden Pferde. Boah, wie struppig sie sind. Schrecklich. Die Ekzeme sind auch gerade so gar nicht ohne… mit Schorf drauf, das muss ja jucken. Ich ertappe mich dabei, wie ich mir vorstelle, dass Striegel, Bürste und Salbe durch meine Hände kommt. Ein Zucken geht durch den Rücken des dunkelbraunen Mamapferdes. Es reagiert….und dabei habe ich es ja nun gar nicht soooo mit Pferden. Denn sie sind ja so anders als…und gross. Nun, das sind Elefanten auch. Ich erinnere mich aber an prächtige Einhörner, mit weichem Haar und stolzem Blick, ein kleines so groß wie die größten Pferde dieser momentanen Erde und an Elefanten, so klein wie Ziegen. Ach, waren DIE putzig. Also die Elefanten. Nun, vieleicht mag ich deshalb so sehr die indischen Elefanten? Weiche Bürste gleitet sanft durch die Hand…ein dankendes Wiehern ist das Resultat.