Monthly Archives: April 2014

Leichte Lösungen

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Am Abend hatte ich mich noch über gaaaaaaaaaaaaaanz vieles erfreuen können und wieder neue Kraft für mein Motto: “ Gärtnern ist leicht- wenn man weiß wie “ geschöpft. Z.B.: hatte ich bemerkt dass die Pflanze mit diesen hübschen runden und nun gezackten Blättchen einen Blütenstamm mit intensiv-weißen Blüten ausgebildet hat und mittlerweile auch nicht mehr von einer Schnecke angefressen und von keinem Floh mehr gestochen wird:

Knoblauchrauke

Die gleiche Pflanze ( bis gestern wusste ich ihren/seinen Namen nicht ) wuchs ebenfalls gleich neben dem Eingang zum Gewächshaus. Auch diese hatte weiße traubenförmige Blütenstände ausgebildet. Gestern hatte ich dann mal die/den Unbekannte/n)“ gegoogelt und nachgelesen, dass sie/er „Knoblauchrsauke“ heisst.

„Die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)

wurde schon vor 4000 v. Chr. im Mesolithikum als Gewürz benutzt, wie Phytolithen an Scherben von Tontöpfen aus Neustadt in Holstein an der Ostsee und Stenø in Dänemark zeigen. Damit ist die Knoblauchsrauke das älteste bekannte einheimische Gewürz.

Im Mittelalter wurde die Knoblauchsrauke mit ihrem pfeffrig-knoblauchartigen Geschmack vor allem von der ärmeren Bevölkerung genutzt, die sich die teuren Gewürze nicht leisten konnte. Sie wurde im Mittelalter aus diesem Grund sogar in Gärten angebaut. Zum Essen werden die Blätter von April bis Juni gesammelt. Der Engländer John Evelyn, der 1699 ein Kochbuch „Acetaria, a Discourse on Sallets“ schrieb, nannte die Pflanze unter anderem „Jack-by-the hedge“ – was als Hinweis auf ihre Häufigkeit zu verstehen ist – sowie „Alliaria“ und „sauce alone“. Des Weiteren wies er darauf hin, dass die Pflanze viele wertvolle medizinische Eigenschaften habe und „besonders von Leuten auf dem Lande als Salat gegessen werde, wo sie wild unter Bänken und Hecken wachse“. Auch heute werden die jungen Blätter der Knoblauchsrauke in England noch häufig für Sandwichfüllungen verwendet.

Der scharfe Geschmack der Knoblauchsrauke ist auf ätherische Öle und das Glukosid Sinigrin zurückzuführen, das den Glukosiden ähnelt, die in anderen Mitgliedern der Kohlfamilie zu finden sind. Beim Kochen verflüchtigt sich allerdings der pfeffrig-knoblauchartige Geschmack. Knoblauchsrauke muss daher Speisen in rohem Zustand beigegeben werden. Die moderne Kräuterküche hat die Knoblauchsrauke wiederentdeckt und mischt die feingehackten Blätter in Salatsoßen und Quark- oder Frischkäsemischungen. Darüber hinaus werden die geschmacksintensiven Blüten verwendet, um salzige Sorbets und Salate zu dekorieren. Die schwarzen Samen der Knoblauchsrauke lassen sich ähnlich wie Pfefferkörner verwenden und haben einen sehr scharfen Geschmack.“

( Quelle: Wikipedia )

Anfang April, als ich die Nelken in die Beeteinfassung neben der Treppe setzen wollte hatte ich sie entdeckt und im Jäten inne gehalten. Sie/er machte mir den Eindruck dass sie/er ein Heilkraut ist. Da hatte ich sie/ihn einfach ab und an mitgegossen, so wie ich es damals mit dem ersten Frauenmantel, den beiden Spitzwegerichen, dem Waldmeister, dem Gundermann, dem Schöllkraut, der ersten wilden Malve ( mittlerweile sind es über 30 ) … so wie ich es mit allen, die sich einem Standort ausgesucht hatten gemacht hatte. Und mich mit „ihr/ihm unbekannt“ innerlich verbunden. Ich hatte ihm/ihr innerlich meine Liebe und Freude Kund getan dass sie/er nun „da“ ist, „gesagt“ wie hübsch ich sie/Ihn finde, wie sehr ich mich freue dass sie/er bei mir wachsen mag. Der Frauenmantel ist mitterweile ein großer Busch geworden, die beiden Spitzwegeriche im Beet haben eine Größe von über 70 cm erreicht…und ihr Saft ist so genial, er hilft mir immer sofort bei Schnittwunden. Und die Malven–einfach ein Traum!

Darüber, dass meine „kleine Unbekannte“ nun als „die älteste einheimische Gewürzpflanze Europas “ betitelt worden ist -ooooch da habe ich mich sehr gefreut dass er/sie nun bei mir ist. Das sind so „die Geschenke“ , ooch, ein sehr schönes Gefühl ist das, – unbeschreiblich-! Das Herz wird ganz leicht und weit…

Daher wagte ich mich auch wieder an die Rosen…und siehe: meine einmalige Bennesseljauchebehandlung hatte gereicht: Keine einzige Blattlaus mehr auf den Rosen! Noch mutiger ging ich dann an den nun stillen Fächerahorn. Bei ihm hatte ich eine andere Brühe angerührt: Tabacbrühe mit Schmierseife und einem Schuss Johanniskrautöl… auch er hatte es eingestellt Blätter im Stundentakt abzustossen. Er wirkte erleichtert und auf dem Weg der Genesung !!!

Weggefahren bin ich dann auch nicht sondern habe mich über „die Geschenke“ erfreut und dann begonnen für das Fest des ozeanischen Bewusstseins, das am 1. Juni in Wiesbaden stattfinden wird und wo ich u.a. ja auch einen Stand mit Naturwesen haben möchte- begonnen Naturwesen zu filzen. Denn um viele Naturwesen zu filzen kam ich die letzen Wochen rein gar nicht mehr, vor lauter „Problemen“ im Garten.

Ich hatte mir das Öfchen angefeuert, einen Tee aus dem Frauenmantel und der Goldmelisse gekocht und dann meine „Schätze“ angeschaut…und dabei jenes mini-kleine, wohlbehütete Stückchen Filz gefunden das einst meine soooo hübsche und soooo intelligente Tochter Cathrine gefilzt hatte.. ich spürte „es war Zeit“ daraus ein Naturwesengewand für einen mini Regenbogenzwerg zu machen.

Und dieses hübsche, intelligente Wesen kam dabei heraus:

Regenbogenzwerg mini

Regenbogenzwerg mini hinten

Und um auf der Wellenlänge der „leichten Lösungen“ zu bleiben:

-Schaue ich genau hin mit was ich in Ressonaz gehen möchte und WARUM-

Und lasse „stehen“ dass eben massig viele fliegende Insekten und Schmetterlinge die Raupen absetzen wollen hier sind ( darum auch sooo viele Vögel ) tja hey: ich bastle oder kaufe einfach Fliegennetze für die roten Zwiebelchen, die Möhrchen, den Brokkolie, den Sellerie und bringe Spiegel unter den Paprika-Pflanzen an!

Und ich grabe mich nicht mehr so erschöpfend durch den Garten dass ich fast umfalle sondern lasse es jetzt doch mal gedigener und gemächlicher angehen, esse von dem was nun „da“ ist…nur nicht die Schnecken lach. Diese setze ich heute in ein anderes Biotop nachdem ich mir ja ernsthaft überlegt hatte eine Annonce aufzugeben mit der Notitz: „hohe lichte Wesen – drei Liter Gläser randvoll mit Schnecken abzugeben“.

Allen ein schönes Beltaine und „leichte Lösungen“ , das wünsche ich auch Euch.

Schnecken und Co.

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Habt ihr Euch schon gewundert warum ich nichts mehr schreibe…? Auch E-Mails tagelang nicht beantworte…? Nun…ich war draußen… „im Garten“… das hört sich sicherlich erst mal ganz entspannt an: „ich war im Garten“.. dabei gleicht „der Garten“ eher einem zähen Lehmfeld mit einer 25 cm Unkrautschicht. Immerhin ist er bereits schon teils eingezäunt. Und einige Beete sind auch bereits fertig. Hier z.B. das erste aller Beete:

Kräuterbeet

Alles schön. Und das Resultat am „gärtnern“:

-Freude, dass aus Samen „richtiges“ Gemüse erwächst:

Fenchel

Boretsch

Koriandergrün

Aufzucht neuer Pflanzen

Dass man sich an schönen Blümchen erfreuen kann:

Blumen

nicht zu vergessen der leckere Salat:

Salat

des Weiteren:
– frische Luft, Sauerstoff
– Farbe im Gesicht
– eine bessere Kondition, Ausdauer.
– Und mindestens eine Kleidergröße weniger lach.

Jaaaa: vor ein paar Wochen ging es mir so richtig gut: es war warm, ich hatte lieben Besuch und alles war ganz ganz schön. Doch dann…

….DANN kam der Regen….

Und mit dem Regen kamen die Schnecken hervor. Zu Hunderten waren sie eingefallen, haben alles an- und aufgefressen: die gelb-orangen Osterglöckchen, die rosablühenden Tulpen, die blauvioletten Hornveilchen, die Heidenelke, alle Lilienspitzen, das erste Tobinambur und Kartoffelgrün, die Erdbeerchen, ja sogar das Currykraut, den Thymian und den lieben Stöckel ( Liebstöckel ) …

Im ersten Schreck verfütterte ich all jene Schnecken die mir über den Weg liefen der Amsel, die im Efeubaum ihr Nestchen hat und sammelte die Hundertschaft an Schnecken viele Stunden lang mit bloßer Hand ein. In ein Glas mit Grün das sie gerne mögen hab´ ich sie hineingetan. Doch als dann drei Ein-Liter-Einmachgläser (!) randvoll waren stelle sich dann doch die Frage: „wohin damit“ ..? denn ehrlich gesagt…: wer unter den anderen Pflanzen mag schon gerne eine Invarsion an Schnecken ausgesetzt bekommen oder selbst gar in einem Glas wohnen? Ach Schreck, ich wollte doch „nur“ Gemüse großziehen und nicht Massen- Mörder werden !!!

Denn nicht nur dieses „Problem“ wollte gelöst werden…es blieb nicht „nur“ bei den Schnecken… sondern es waren plötzlich auch massenhaft Erdflöhe im Gewächshaus, grüne hungrige Raupen an den Kohlrabie, gefühlte Tausend weißer Fliegen an den Himbeeren, hunderte kleinster Spinnmilben am Ahorn, der im Stundentakt die Blätter abstieß:

Ahorn

Nicht zu sprechen von den massenhaft vielen Blattläuse nebst ihrer beschützender Armee an Ameisen in den Rosen…

Zum Unkrautjäten oder gar Mails beantworten kam ich selten und wenn ich durchs Gelände lief trat ich entweder auf Schnecken oder in Brennesseln:

Brennsesseln am Zaun

Die Brennesseln entwickelten sich zu einem wahren Segen: ich mixte sie klein und setzte in Windeseile stets neue Jauche auf:

Brennesseljauche

Denn die Kehrseite meiner Gabe ist: dass ich höre wie die Pflanzen schreien wenn ihre Adern angestochen und ausgesaugt werden. Wie es sich für sie anfühlt wenn sich Larven einnisten…und ich höre wie die Tiere einfallen: Heuschreckengleich hört das sich an. Das Herz bleibt einem stehen wenn die Pflanzen diese grellen Signaltöne von sich geben.

RUHE hingegebn findet man im Moos…

Becherchenmoos

denn Moose sind schon sooooooooooooo alt: sie haben Abwehrstoffe in sich entwickelt, einen bestimmten Duftstoff kreiert, dass Schnecken sie nicht lecker finden.

Da kam mir in Sinn neben der altbewährten Steinmehlbestäubung und dem Begießen mit Brennesseljauche eine Art Moosbrühe/extrakt herzustellen um diese über die Pflanzen zu gießen so dass Schnecken sie auch nicht mehr lecker finden. Da bin ich gerade am Experimentieren.

Derweil biete ich „Unterkunft mit freier Logie“ für:
-Igelchen, Kröten, Blindschleichen an:

Blindschleichenhotel

In den Bämen sind bereits Nester mit Amseln und Meisen. Auch Spitzmäuse habe ich schon gesichtet. Hach ein Igelchen wär was feines…und eine Erdkröte…

Heute habe ich keine Kraft zum „unter Leute gehen“, aber morgen mag ich nochmals losfahren und hübsche Tontöpfe kaufen. Diese mag ich mit Holzwolle befüllen und in die Himbeeren hängen. Im Steinbruch wird es auch Steinmehl geben. Denn mein Steinmehlsack ist nun fast gelehrt. Dafür sind alle Pflanzen eingehüllt in feinsten Steinmehlstaub. Finden sie auch sehr gut: die Andenbeeren, Inka-Gurken, Erdbeeren, Himbeeren, die Tomaten, der Kürbis und die Zuchinie.

Letzte Woche waren Shiela:

neue Frisur

mein derzeitiger Naturwesengastbesuch aus Österreich die eine chice neue Frisur ( mit Henna gefärbt ) bekam und ich im Baumarkt. Wir hatten Häubchen für die jungen Tobinamburtriebe eingekauft:

den Tobinambur Häubchen aufgesetzt

Sie mag die Gartenarbeit:

Gartenarbeit

Und Mittagsblümchen hatten wir ebenfalls eingekauft: denn sie halten Schnecken von den Beeten fern. Die Ringelblümchen und die Kapuzzinerkresse sind noch zu klein dafür. Dies´ konnte ich weil eine Naturweltenfreundin – ebenfalls aus Österreich- mir Geld geschenkt hatte und geschrieben hat: „ich möge mir damit Blümchen kaufen“ dabei wusste sie gar nicht was bei mir ablief! Oh wie hab´ ich mich bei diesen liebevollen Zeilen gefreut, es geht mir sehr schlecht seid dem „Überfall“…ich hatte daher voll weinen müssen…das ist sooo schön oder=?!

An wilden Orchideen in der Wiese:

wilde Orchideen

dem Habichtskraut in der Mauer:

Habichskraut

dem Riessen-Spitzwegerich:

Spitzwegerich xxl

dem blühendem Waldmeister am Wegesrand:

Waldmeister am Wegesrand

der Taubnessel, den wilden Himbeeren, dem Storchenschnabel und dem gelben Schöllkraut in der alten Steinmauer:

wilde Himbeeren

erfreue ich mich ebenfalls.