Monthly Archives: November 2014

Hirtentäschel- Löwenzahnwurzeln und Tobinamburknollen

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In meinem kleinen kuriosen Garten wachsen immer die Heilkräuter die „gerade gebraucht werden“. Löwenzahnwurzeln weisen im Herbst den größten Anteil an Inulin auf, also habe ich heute einen Löwenzahn ausgegraben der im abgeernteten Zwiebelbeet noch munter vor sich hingewachsen war:

Löwenzahnwurzel

Man kann die Wurzel entweder gleich roh essen oder auch mal zu Löwenzahnkaffee weiterverarbeiten. Hierfür die Wurzeln säuberlich putzen und in gleich große, etwa 0,5 cm große Stücke schneiden. Auf ein Gitter ausbreiten und einen Tag antrocknen lassen. Am nächsten Tag bei ca. 50° weitertrocknen und dann ohne Fett in einer Pfanne bei kleiner Flamme rösten. Dabei immer wieder rühren. Mit einer Brise Kokosblütenzucker leicht karamellisieren , abkühlen lassen, mahlen und wie (löslicher) Kaffee mit heißem Wasser aufbrühen. Nicht zu lange ziehen lassen!

Tobinambur enthält ebenfalls Inulin …
und so habe ich heute die Erste von neun Tobinamburpflanzen geernet:

Tobinambur

mich über die schöne Farbe und lustigen Erscheinungsformen gefreut
und ein Tobinambur-Pakora ausprobiert:

Pakora

Hierfür hatte ich zur Eingewöhnung eine kleine halbe Tobinamburknolle in mundgerechte Stücke geschnitten und sie in einem Pakorateig für ca 2-3 Minuten in Kokosöl ausgebacken. Pakora ist ein Kichererbsenteig der mit Kreuzkümmelsamen, Salz und Chilli gewürzt wird. Einfach lecker!

In meinem Garten wuchs dieses Jahr auch jede Menge Hirtentäschel:

Hirtentäschel

Besonders die Hirtentäschelwurzeln:

gewaschene Hirtentäschelwurzel

erinnern mich vom Geschmack her an Tobinambur.
Die getrockneten Wurzeln:

Hirtentäschelwurzeln

habe ich gemahlen und mit Brennesselsamen:

Brennesselsamen

einen Sonnenblumenaufstrich gemacht:

Hirtentäschel Brennellelsamenpesto

Boah lecker !!! Und passt hervorragend zu selbstgebackenem Mais-Reis-Brot mit Sesamsamen:

Brot aus Samen

Erdbeeren im November

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Hui, schon 2 Monate sind seid meinem letzen Blogeintrag vergangen … ???
In meinem kleinen kuriosen Garten ist aber auch alles gleichzeitig reif geworden…

Oktober in der Küche

Aus dem Geschenken der Natur wollte ich kleine -KOSTBAR-keiten zaubern, die ich selbst genießen und auch mit anderen teilen wollte denn Elfen lieben es zu genießen, mit anderen zu teilen, andere zu beschenken und auch selbst beschenkt zu werden:

Eolethyia in den Blumen

Die Naturwesen haben auch hierfür stets viele Ideen…und da es Ohlen´s Idee war :

Regenbogenzwerg Ohlen und Regenbogenzwerg Talidt (Links Regenbogenzwerg Ohlen und rechts Regenbogenzwerg Talidt)

aus den roten Zwiebeln, dem Olivenkraut und der Kappuzienerkresse mit Kokos-und Olivenöl einen Brotaufstrich zu machen:

Zwiebelschmelz

bekam „seine“ Bettina selbstverständlich dieses Glas.

Dieses Jahr hatte ich zwar nicht allzuviele Äpfel, dafür jedoch gefühlte Tausend kleine Wildkirschen geerntet die allerleckerstes dunkles Wildkischgelee ergaben:

Wildkischgelee

Für ettliche Apfeltäschchen, variantenreiche Apfelkuchen -stets glutenfrei- und köstlichen Apfelsaft hat es aber ja allemal gereicht. Aus dem letzen Apfelsaft, den Tulsiblüten, dem Waldmeister, der Vervaine und den filigranen Fenchelblüten:

Apfelsaft

hatte ich feinstes durchsichtiges Gelee gekocht:

Apfelgelee

Dieses Glas schenkte ich dann Doris, denn das war sooo schön dass sie mit Bettina kam um die Naturwesen abzuholen.

Aus Apfelschaum, der beim Pressen des Apfelsaftes anfällt und pressfrisch besser mundet als jedes Mousse au Chocolat und zartschmelzend auf der Zunge zergeht, kochte ich mit Sandornbeeren ein vitaminreiches Apfelschaum-Sandornmus:

Apfelschaum-Sandornmus

Das Mus passt ganz hervorragend auf die Sesam-Mandel-Pflaumenbrötchen:

Pflaumenbrötchen

Gebacken habe ich ganz viel und mit Naturwesen in der Küche macht alles viel mehr Freude! Sie helfen sehr gerne mit, wie auch hier beim Aufgehen des Leinsamenbrotes und den Maisküchlein:

Maisküchlein und Leinsamenbrot

Langweilig ist es mir nie geworden, ein Gaumenschmaus alleMAHL! Die Hörnchenkartoffeln ( Bild siehe letzter Blogeintrag ) bereitete ich in allen Variationen zu. Hier als „Papas Arrugadas“ denn diese aß ich auf Teneriffa so gerne. Dazu mixte ich mir ein Mojo verde aus Kappuzienerkresse und naschte- da ich´s nicht lassen konnte- schon mal von den eingelegten Cocktailtomaten, die „eigendlich“ für den Winter gedacht waren:

Papas Arrugadas, Mojo verde und eingelegte Tomaten

Es gab ja sooooooooooo viele Cocktailtomaten:

Coktailtomaten

Und da ich jeden Tag drei Handvoll -mindestens- frisch vom Strauch gepflückt aß, sie Körbchenweise verschenkte und dennoch stets soooo viele übrig hatte überlegte ich mir Rezepte. Als erstens fiel mir ein dass ich sie trocknen und diese auch in Olivenöl einlegen könnte. Hierfür schnitt ich sie mittig auf, bestreute sie mit Meersalz, feingewogenem Knoblauch und Kräutern. Und bemerkte: ganz schön mini diese Cocktailtomaten!

Coktailtomaten und Äpfel trocknen

Nach eineinhalb Tagen waren sie trocken. Mit frischen Zitronenthymianzweigen, Knoblauch und Chilli:

getrocknete Tomaten

hatte ich sie in feinstes Olivenöl eingelegt:

die Tomaten im Olivenöl

Aus dem Rest kochte ich Tomaten-Curry und scharfes Ketschup. LECKER !!! Dafür braucht man allerdings Essig. Und auch diesen hatte ich selbstgemacht: Hierfür hatte ich eine Essigmutter angelegt und daraus meinen Apfelessig selbst gezogen. Die kleinen Fliegen davon fernzuhalten….ohjehhhh also DAS war ein ACT !!! Mit Netzen und Tüchern geschützt reifte sie in 8 Wochen heran. Oh MAAAAAN war ich froh als der Essig in Gläser umziehen konnte!!! Den Apfelessig verarbeitete ich teils weiter zu Gewürzessig mit Chilli, Knoblauch, Currykraut, Lorbeerblatt und Rosmarin:

Gewürzessig mit Currykraut

und von den Himbeeren:

Himbeeren

machte ich Himbeeressig:

Himbeeressig

Der Schabziegerklee:

Schabziegerklee

erfüllt erst beim Trocknen seinen köstlichen Duft:

Schabziegerklee

Immer wieder hat mich Verschiedenes erstaunt: Im Sommer war der Fenchel allsamt in Blüte gegangen, doch dieser hier trieb Ende Oktober nochmals aus dem Schaft heraus:

Fenchel

Auch mit den Zuchinie war es dieses Jahr ein Act. Erst jetzt scheint bei ihnen alles zu passen. Die gelben Zuchinie blühen JETZT:
Mein Garten am 31.10.2014

Oder die Erdbeeren…was habe ich sie im Frühjahr auf-und abgedeckt, sie gehegt und gepflegt um sie dann vor der Schneckeninvarsion zu „beschüten“ ein Unding, ich hatte es irgendwann aufgegeben. Nun haben sie sich selbst geholfen und eine Art Wall gebildet. Da traut sich wohl keine Schnecke mehr rein. Und nun, im November reifen auch die Erdbeeren:

Erdbeeren

erdbeere

Ja, das mit den Pflanzen ist schon speziell. Neben der für sie passenden Erde, dem für sie passenden Standort scheint auch eine gute nachbarliche Gesellschaft imens wichtig zu sein. Von 12 Rosenkohlpflanzen die ich in verschiedenen Beeten einpflanzte sind „nur“ drei richtig groß geworden. Der Rosenkohl liebt wohl die Gesellschaft von grünen Bohnen:

Rosenkohl in Geselschaft

Die Ernte aus meinem kuriosen Garten am 31. Oktober:

Bunte Mischung