Die Großmütter wo ich aufgewachsen bin hatten ihre Heilcreme mit Schweineschmalz gemacht. Den Geruch empfand ich als gewöhnungsbedürftig. Ich hatte da nie Lust, sie mir auf die Haut cremen zu lassen und rannte -in der Vorstellung das Fett von Schweinchen auf mir zu haben- schreiend davon 🙂 Mir zuliebe wurde dann mit Vaseline gearbeitet, aber auch diese ertrug ich nicht auf der Haut denn ich empfand sie als undurchdringlich, als würden die Blütenkräfte nicht in die Poren gelangen können. Durch das ganze Dilemma entstand in mir der Wunsch, selbst einmal solch´ reine, blütenzarte Heilcremes hinzubekommen die so weich wie Frühlingsblüten auf der Haut liegen und so zärtlich nach Frühling duften dass Mann/Frau sich freut sie auf der Haut zu spüren …

Viele Jahre habe ich für mich experimentiert. Viele Rezepte habe ich im Laufe der Jahre kreiert. Und wieder verworfen. Mal war die Haltbarkeit ein Rätzel mit tausend Siegeln, mal die veränderten Wirkungsweisen. Doch stetig wurden sie besser, in Konsistenz und Wirkungsweise.

Dieses Jahr nun hatte ich mir vorgenommen eine Creme bei wiederkehrendem Nasenbluten zu machen. Mit Hirtentäschl und Spitzwegerich aus meinem Garten. Und eine Creme bei kleineren Schnittwunden die ich andauernd habe sowie eine Heilcreme, die Dornen aus der Haut ziehen kann. Und zwei Arten an Ringelblumensalben. So erntete ich Blüte um Blüte, stellte Tinkturen und Ölauszüge her…

erste Versuche

Anfang des Jahres bekam ich ein Tütchen „Samen für den Garten“ geschenkt. Nachdem ich über die Pflanze gelesen habe dass sie „im Anwachsen überaus schwierig“ und „wenn überhaupt keimend sei“ gab ich ohne Umschweife gleich das ganze Samentütchen in die Erde und schaute ganz lieb nach ihr. Ich las, dass sie in Afrika dazu dient mit Bakterien verseuchtes Brunnenwasser zu reinigen, was ich sehr interessant fand. Nachdem annähernd alle Pflänzchen gekeimt waren und sie Dank lieblicher Pflege alsbald riesengroß wurden bekamen sie ein schönes Plätzchen im Garten. Auf der Packung stand dass sie essbar und gesund sind , „ein prickelndes Gefühl im Mund geben“. Ich freute mich auf außergewöhnlichen Salat. Als das erste Pflänzchen soweit war pflückte ich vorsichtig ein Blatt ab. Doch weit gefehlt vom „prickelndem Genuss“, sie machten den ganzen Mund taub !!! Im Sommer waren die Kinder zu Besuch. Ich erzählte von der Pflanze die daraufhin gekostet werden wollte. Wir fanden es lustig die Hütchen der Pflanzen zu essen und auf das taube Gefühl im Mund zu warten aber im großen Stil daraus Salat machen? Nein 🙂 Im Herbst waren also alle Pflanzen ausgewachsen und da sie auch niemand essen wollten gab es jede Menge an Grünmasse. Ich wollte sie auf den Kompost geben und gab den Pflanzen daher Bescheid dass ich das am Morgen des nächsten Tages vorhabe. In der Nacht hatte ich jedoch den Impuls mich nochmals über die Pflanze zu belesen. So fand ich heraus dass sie in der Kosmetik als „natürliches Botox“ bekannt ist. Gleich am nächsten Tag stellte ich einen Pflanzenpresssaft her und probierte das auf meiner Gesichtshaut aus. Hui, die Wirkung war sogleich fühlbar! Kühlend und aufbauend, ein unbeschreiblich wohltuendes Gefühl. Eine Woche Selbstversuch überzeugten mich: Die Pflanzen waren weder als Salat noch zur Reinigung von Wasser zu mir gekommen sondern als LIFTAKTIVE Salbengrundlage …

Die erste LIFTAKTIV Creme stellte ich mit Melisse:

Melisse

und Rosmarin her. So entstand die erste
„LIFTAKTIV Creme mit Melisse und Rosmarin“:

Jambu melisse Zaubernuss

Nachdem ich mir 3 Mal diese Creme angerührt und erfolgreich im Selbstversuch getestet hatte entstand bei einer Freundin der Wunsch diese Creme, angepasst auf ihre Hautbedürftnisse, ebenfalls ausprobieren zu wollen. Nachdem ich die Rezeptur entsprechend abänderte sind dann Ende November die Diamanttiegel eingetroffen:

Diamanttiegel

Am 20. Dezember konnte ich die erste Charge Creme einfüllen:

Abfüllung in die Cremetiegel

Die Idee „das Kind nun endlich beim Namen zu nennen“ stand auch an. „Le Printemps Naturkosmetik.“ wurde geboren. Natur pur, ohne Tierversuche, ohne Chemie, mit natürlichen Stoffen. Außer den Cremes mit Honig und Lanolin sind alle vegan. „Le Printemps“ heißt übersetzt „der Frühling. Da ich als Kind schon den Wunsch hatte dass sich die Cremes „wie Frühling“ anfühlen. Auf Französisch, da sie in Frankreich gemacht wurden 🙂 Auch schöne Etiketten wollte ich endlich machen…dafür habe ich zwar auch länger gebraucht, doch das Ergebnis gefällt mir sehr gut 🙂

Liftaktiv Rosenholz Zaubernuss

Das Projekt „Ringelblumensalbe“ erfüllt nun gleich mehrere Ansprüche die ich mir gestellt hatte. Sie ist sowohl als Gesichtscreme, als auch für rissige Haut und für Hautirritationen gleichermaßen geeignet und war ein wunderbares Weihnachtsgeschenk:

Im 75 ml Tiegel:

Calendula und Honig 75 ml

im 15 ml Tiegel:

Calendula Honig 15 ml

Da ich den Mädchen auch je ein selbstgemachtes Weihnachtsgeschenk machen wollte entstanden noch zwei Arten an feinstem Lipgloss mit Vitamin E. Eine Sorte ist golden-nudefarben und eine Sorte leuchtet in dunklem Rot:

Lipgloss dunkelrot

Und zu guter Letzt´ hatte ich ihnen noch eine Lippenpflege für den Winter gemacht dass sie auch gut über den Winter kommen:

Lipstick Kamillenblüte Honig

Von den Produkten habe ich jeweils noch in kleiner Anzahl etwas vorrätig. Ich lege es am Sonntag mit aus, wer sie mal selbst anschauen mag 🙂