Vom Baum aus beobachte ich dieses Phänomen der vollkommenen Aufnahme des Körpers in den Schoss von Mutter Natur. Und fühle mich frei. Ich sehe den Körper in der Sonne liegen, vollkommen verschmolzen mit der Natur. Das Gefühl vollkommener Freiheit, vollkommenen Glückes befreit meinen Geist. Ich spüre vollkommene EINHEIT, spüre Ruhe, Frieden. Fühle den Puls des Lebens, der alles durchströmt. Sai Baba´s Präsenz ist ebenfalls sehr stark, doch nicht nur er, es scheinen viele, die hier einst einen Körper auf Erden hatten. Jene, die nun im „Licht“ weilen sind spürbar als würden sie nie gestorben sein. Ich höre Kinderstimmen, Lachen und fühle: Nichts, aber auch GAR NICHTS war jemals umsonst gewesen: Jedes Gefühl, jede Handlung. Der Gedanke, dass jemals etwas umsonst war, jede erlebte Traurigkeit in weite, unerreichbare Ferne gerückt. Es erscheint nur noch als Abbild, als Traumbild, als eine Version von Angst. Nicht, dass ich mich jemals von Mutter Natur getrennt gefühlt hätte…doch so manches Mal „geglaubt“ dass ich es sei-besonders bei verletzenden Ereignissen- war sicherlich der Fall, doch hier und jetzt fühle ich mich EINS geworden, zurück gekommen, aufgenommen im Schoss von Mutter Erde, der Wiege des Lebens. In diesem Moment gibt es keine Trennung mehr:- weil sie nicht fühlbar ist, -weil alles ausgefüllt ist mit Erkenntniss, -weil man es wirklich FÜHLEN kann: die Gänze, das Netzwerk, die Energiefäden, die Welten miteinander verbinden, -weil man die Energiebahnen, auf denen man von der einen in die andere Welt reisen tatsächlich SEHEN und WAHNEHMEN kann. Wenn man all dies SIEHT und wahrnehmen kann, wie wundersam alles miteinander vernetzt und verwoben ist, wenn man SEHEN kann, wie Energie fließt erkennt man auch, dass es so möglich ist, sich in Gänze vollkommen zu verstehen. Keine Worte wären mehr nötig. Keine Missverständnisse würden entstehen. Das Gefühl des Getrennt-Seins würde vergehen wie Wind, der durch die Bergwipfel streicht. Die im Geist erschaffen Gefühle des Getrennt-Seins würden verfliegen wie Wolkenfetzen. Ich kehre zurück und fühle FRIEDEN.

Die Welt erscheint licht, leicht und bunt zu sein. Guido kehrt ebenfalls zurück. Er schaut sehr erholt aus und möchte mir „seine“ Stelle zeigen:

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Welch ein schöner Ort, eine Art „Sammelbecken! Und so schön kühl in der nun sehr heissen Mittagshitze!

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Ich möchte meine Füsse ins kühle Nass eintunken, laufe zurück, lasse allen Krempel an Ort und Stelle. Weder Pass, Pullover, Tuch, Bienengifkram, Sonnencreme…braucht es. Die Tasche ist wirklich extrem schwer, ich habe ja schon rote Striemen an der Schulter davon! Jetzt ist mal GENUG! Ich mag den Wind und die Sonne auf der Haut spüren. Leichtigkeit genießen. Ohne ständig diesen Ballast rumschleppen zu müssen und ziehe daher auch gleich noch mein Hemd aus ( nach 2 Wochen bravem Schulterbedeckt-seins in Indien eine wahre Erleichterung !!! )  Und weil ich gerade so dabei bin gleich noch die dicken Wanderschuhe samt Socken, kremple die Hosen hoch und laufe befreit von jeglichem Ballast – welch´ WOHLTAT !!!- zurück, tauche meine Füsse ins kühle Nass. Aus meinem Mund kommt nur noch „ahhhhhhhhhh“ und „ohhhhhhhhhh“….ich animiere Guido, es mir gleich zu tun und wir laufen tatsächlich BARFUSS über die gesamte untere Wiese, spüren das feuchte Moss, die warmen Steine. Wir sind richtig mutig und laufen barfuss weiter in den Wald, wo ich zuvor als Elfe war, kommen zurück und sehen- den aller-größten Stier aller Zeiten oberhalb unseres Ausgangspunktes stehen – und erschrecken uns gewaltig!- Er gibt Geräusche von sich, sowas haben wir im Leben noch nicht gehört! Wie kann ein Stier nur sooooooooo RIESSIG und dazu noch SOOOO laut sein ???? !!!!! Wir halten im Schritt inne, er schaut uns an. HERZKLOPFEN. Doch wir interressieren ihn nicht, er hält Ausschau nach „seinen“ Kühen und trabt in einer Seelenruhe den Waldrand Richtung Dorf entlang. In gemässigtem Abstand laufen wir im kirchernd hinterher.

Alles erscheint „rund“:

 

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