Wenn es um das Kleid der Naturwesen geht verbringe ich die meiste Zeit mit dem Entstehungsprozess, das Nähen nimmt einen eher kleineren Teil meiner Arbeit als Zwergenmutter ein. Den größten Teil widme ich mich den Pflanzen, denn aus Pflanzen ist die Wolle gefärbt. Bei den Herbstzwergen habe ich viel Ginster mit dabei. Ginster ergibt eine interressante Farbe und eignet sich zum Färben von Leinen und Wolle. Zum Färben verwende ich seine Zweige, die Blätter und seine Blüten. Die Blüten enthalten viele gelben Farbstoffe und die Farbe ist in der Regel lichtecht. Falls ich es schaffe rechtzeitig dran zu denken, gehe ich in den Ginster meist vor der Blüte. Wenn ich es verpasst habe wandere ich einfach bissl weiter den Berg hoch. Ginster gibt es ja bis weit nach oben, sehr praktisch für mich, hihi. Die Färbung mache ich teils auf frischer Wolle mit hohem Lanolingehalt sowie auf vorgebeizter Wolle. Durch Beizen mit viel Alaun wird die Wolle sogar fast zitronengelb, durch eine Überfärbung von Färberwaid gibt´s dann das berühmte „Kendalgrün“.

Blühender Ginster ( Sommerbild ):

Ginster

Heute sind auch die drei letzen ( kleinen ) Herbstzwerge fertig geworden!
Dieser Hübsche hier ist als Erster der letzen Drei heute Nacht geboren.
Sein Name ist Mendel und er trägt einen mit Ginster gefärbten Vollbart:

Herbstzwerg mit Vollbart C

Dann kam die liebenswerte Darine,
welche noch ein Blumensträusschen wollte
und eine schöne Schmuckkette erhielt:

Herbstzwergin C

Und zu guter Letzt war es vorhin noch der Ravis,
mit seinem wehendem Wallebart:

Herbstzwerg mit braunem Bart C

Nun mal schauen, wo sie alle hinwollen!