Monthly Archives: Februar 2017

Ein Sandelholz-Wurzelwesen ist entstanden

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Meine erste Sandelholzfärbung
hatte ich vor 23 Jahren gemacht. Da hatten wir,- meine Freundin und ich, Seide im Kessel gefärbt. Es war ein Dufterlebniss sondersgleichen! Dim-Hie-Trie hatte mal gesagt dass der Duft maskulin sei, da es dem männlichen Lockstoff ähnelt. Der Faun des Sandelholzes ist so etwas wie der Elefant in der Tierwelt: Der Elefant ist ein geruhsames, freundliches und treues Tier. Er liebt es langsam zu laufen und alles in einem ruhigen und festen Schritt zu tun. Er sieht alles, er hört alles und doch tanzt er nicht auf jeder Hochzeit sondern sucht mit Bedacht! Dabei zeigt er Beständigkeit, Willenskraft und Ausdauer. Furchtlos und geruhsam geht er seinen Weg und wo er ist, da wird es friedlich, geruhsam und familiär.

Sandelholz kann beim Abbau von Emotionen wie Ärger, Wut und Zorn helfen indem es die Nerven beruhigt und stärkt. Denn die übermäßige Bildung von Stresshormonen (Katecholaminen) wird beim Einatmen reguliert, so dass Herz- und Nervensystem wieder ins Gleichgewicht kommen.
Viele stressbedingte Ursachen, die nicht durch organische Probleme verursacht sind, wie Unterleib-, Herz-Kreislauf- und Hautprobleme werden durch Sandelholz gelindert. Seine stimmungshebende und die Inspiration fördernde Wirkung regen die Kreativität an und beflügelt die Phantasie. Es unterstützt durch seine sinnliche Ausstrahlung alle kreativen und schöpferischen Prozesse. Mit Ruhe und Bedacht ist also nun dieser wundervolle Sandelholz-Wurzelmann heraus gekommen wenn ihr mal schauen mögt:

Seine Botschaft lautet:
„Wurzelkraft durchströme Dich!
Ruhe und Frieden durchströme Dich!
Fühle, dass Du Dich beruhigen und entspannen kannst.
Fühle wie Ruhe und Gelassenheit zu Dir zurück kehren.
Fühle, wie entspannt Du sein kannst,
wie Liebe Dich durchströmt.
Fühle wie alles zur Ruhe kommt
In Dir. Um Dich herum.
Atme tief und genieße den Tag!“

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen schönen Tag!
Liebevolle Grüße
Sian

Der nachtblaue Punkt

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Alles reine Nervensache mit diesen Zuständen…
Wir kennen es alle: etwas das uns missfällt zieht unsere ganze Aufmerksamkeit. Ob es eine Wahl ist die uns nicht zusagt, eine Entscheidung die uns jemand mitteilt und mit der wir nicht gerechnet haben. Hellwach und fokussiert stellen wir fest dass wir in einem Zustand sind den wir „SO NICHT“ gewollt haben und dennoch ist er eingetroffen. Unsere ganze Aufmerksamkeit liegt alsbald punktgericht darauf. Wir atmen flach, der Puls ist hoch. Vielleicht sind wir schon in Sorgen und Ängsten gefangen, malen uns aus „wie es nun weiter geht“ und sind aus unserem inneren Gleichgewicht oder in Wallung geraten. Dabei haben wir doch stets verschiedene Möglichkeiten auch NUN zu agieren. Wir könnten atmen oder die Aufmerksamkeit weiter und weiter darauf richten. Schauen, wie wir da hineingeraten sind. Wir können „ein Drama draus machen“ und es auch offen „ausdiskutieren“, es „auf den Punkt bringen“ oder die Aufmerksamkeit abziehen und auch etwas ganz anderes machen. Wir haben nämlich sehr viele Möglichkeiten denn wir sind nicht machtlos!

Hierzu eine Begebenheit mit Dim-Hie-Trie:
Etwas hatte mich sehr verletzt und ich war ganz damit beschäftigt darüber nachzudenken „warum das jetzt so passiert ist.“ Derweil hatte Dim-Hie-Trie sein Buch aufgeklappt und etwas hineingemalt. „Magst Du mal schauen Sian?“ fragte er und ließ mich in sein Buch schauen. „Was siehst Du?“ fragte er. Ich schaute auf das Blatt Papier in seinem Buch und sah ihn: den dicken schwarzen Punkt. „Ich sehe einen schwarzen Punkt.“ „Ja. Und was noch? Magst Du genauer schauen?“ Ich schaute also genauer hin. Bei genauer Betrachtung sah ich, dass die Farbe etwas blau in sich hatte. „Der Punkt ist nicht schwarz sondern schwarzblau. So wie die Nacht. Also nachtblau.“ Und freute mich mehr gesehen zu haben. „Ja. Und was siehst Du noch?“ Ich strengte mich an und schaute also wieder auf den Punkt. Bei GANZ GENAUER BETRACHTUNG sah ich dass er so ganz feine Linien gemalt hatte. „Ich sehe Linien.“ „Ja. Und siehst Du noch etwas anderes?“ Ich sah lange auf den Punkt. Anscheinend hatte er mit einem Punkt angefangen und dann so drumherum gemalt. So bekundete ich ihm: „Du hast mit einem Punkt angefangen und dann Drumherum eine Spirale. Du hast ein Muster gemacht.“ „Ja. Ist das alles was Du siehst?“ Puh, das ist ja anstrengend dachte ich. Was will er denn damit aussagen? Eventuell will das Muster etwas aussagen. Ich konzentrierte mich also auf das Muster und sah alles Mögliche und hatte dennoch das Gefühl „ich komme nicht drauf“. Das Ganze ermüdete mich. Ich konnte irgendwann auch gar nicht mehr denken. „Schlafe doch ein wenig. Dann kannst Du gerne nochmals schauen.“ und klappte sein Buch zu.

Ich schlief, träumte von einem Punkt der ein Universum war, es war super anstrengend, ganz wirr, im Traum baute ich seltsame Sachen mit ein und flog durch den Raum…als ich aufwachte hatte ich den Eindruck lange geschlafen zu haben ( und viel erlebt zu haben ) es schien also viel Zeit vergangen zu sein. Doch war es gar nicht! Nicht eine halbe Stunde war vergangen. Dim-Hie-Trie war höchst zufrieden. Er klappte sein Buch wieder auf und sagte: „Nun hast Du aussortiert. Was siehst Du?“ Aussortiert??? —- Ich habe doch geschlafen! Ich schaute wieder auf das Blatt Papier mit dem schwarzen, ähm: nachtblauen Punkt. „Ich sehe immer noch ein Blatt Papier wo Du einen nachtblauen Punkt drauf gemalt hast der bei genauerer Betrachtung ausschaut wie ein Universum.“ „Ja. Das ist schon besser ausgedrückt.“ „ÄHM… ich hatte doch gar nichts anderes gesagt als zuvor!“ -???- „Du hast vorhin nichts von einem Blatt Papier gesagt. Du hast nur über den Punkt geredet.“ Oh maaaan wie nervig!!! „Willst Du es nicht mal auf den Punkt bringen was Du mit dem Ganzen aussagen willst!?“ „Der schwarze, nachtblaue Punkt soll das Geschehnis, den Vorfall darstellen. Ob es ein Ärgernis ist oder etwas in dieser Art sei dahingestellt, also dahingemalt. Das Blatt Papier soll den ORT, wo es stattfindet darstellen. Ich will damit demonstrieren dass die Aufmerksamkeit meistens auf dem schwarzen nachtblauen Punkt liegt und das weiße Blatt Papier auf dem alles stattfindet ignoriert wird. Also der Raum Drumherum. Alle Aufmerksamkeit liegt meist nur auf dem Geschehnis. Man kann sich hineinbegeben. Es anschauen. Man vermag Muster erkennen, kann zu seinem Ursprung reisen. Man kann sehen dass alles irgendwo angefangen hat. Dass man Kreise Drumherum gezogen hat und seine Bahnen Drumherum dreht. Und doch gibt es mehr Leere und Raum…. Man schenkt dem Geschehnis aber viel mehr Aufmerksamkeit und vergisst dadurch komplett wie viel Raum noch da ist. Man ignoriert ihn und richtet seine ganze Aufmerksamkeit auf das Geschehnis… Man könnte doch auch den Raum beschreiben: wie viel Platz da ist, wie weiß das Papier ist, doch alle sehen meist nur den nachtblauen Punkt. Das ermüdet, ganz recht und gut ausgedacht in der Natur! Denn im Schlaf erholt man sich und sortiert heraus was wichtig und was unwichtig ist. Man glaubt es geschieht automatisch, wie so vieles. Auch darüber macht man sich meist keine Gedanken. Man hat aber so viel mehr Macht als man glaubt! Man kann es lernen! Alle kennen das Sprichwort: „Übung macht den Meister“. Je mehr man etwas trainiert desto besser kann man es. Vorausgesetzt „man hat Lust darauf“ und die „Nerven dafür“. Ohne die Freude, die Lust dafür und die Nerven dafür geht es nicht! Denn wenn man Freude an etwas hat, dann legt man Bahnen im Gehirn an, ebnet die Wege. Man kann sich das wie einen Trampelpfad durch den Wald vorstellen: Je häufiger dieser benutzt wird, desto leichter wird er zugänglich – man kann ihn leichter wiederfinden und sich immer besser auf ihm fortbewegen. Genausogut kann er aber wieder zuwuchern wenn er nicht gebraucht wird. Das passiert auch im Gehirn so – Neues lernen lässt neue Verbindungen entstehen, wird es aber nicht gebraucht, werden die Wege auch wieder abgebaut! In der Neurowissenschaft sagt man dazu: „Neuronen die zusammen zünden werden miteinander verdrahtet………………………………………….“

Daraufhin habe ich -nach vielen Jahren- wieder einmal Trolle gefilzt… denn Trolle an sich sind Naturwesen die das Element Feuer und das Element Erde in sich tragen. Sie helfen bei der Erdung und bei der Transformation. Sie verarbeiten -wie die Moorwesen auch- Gefühle, Emotionen und ebnen neue Wege und „essen“ die Produkte, die „Verbindungen“ die nicht mehr gebraucht werden. Das lustige dabei ist, dass sie „lecker“ finden was wir als „nervig“ empfinden. Sie leisten großartige Arbeit und essen so ganz „nebenbei“ vieles von dem auf was wir nicht mögen, was wir „loshaben“ wollen. Sie haben ihren Fokus sowohl auf dem nachtblauen Punkt wie auch auf dem weißen Blatt Papier. Sie spielen, entdecken, freuen sich und schauen stets „was es sonst noch so alles gibt“. Sie haben eine tiefe innere Freude und Ruhe, schaut mal, diese beiden sind sooo lieb…beide haben kleine Täschchen und kleine Schwänzchen, könnt ihr sie sehen?

Ich wünsche Euch einen schönen FREItag!
Liebe Grüße
Sian