Naturwesen kleiden sich z.B. auch gerne in dem jeweiligen Farbspektrum, in dem sie sich zugehörig und daheim fühlen. Wenn sich bei uns nun -wie in den letzen Wochen geschehen- das Laub golden färbt, das Blattwerk sich in einem leutend´ orangen-, zinnober- oder magentarot zeigt blühen diejenigen Naturwesen, die einen besonderen Bezug zu diesen Farben bzw. dem Herbst haben auf und beginnen sich zu zeigen.

Naturwesen die den Herbst lieben
sehen das ganze Farbspektrum, das sich auch uns zeigt. Während z.B. die meisten Säugetiere ja Probleme damit haben, die Farbe Rot wahrzunehmen, reagiert z.B. das menschliche Auge sehr empfindlich darauf.

Rot
erhielt daher in der Entwicklung der meisten Sprachen sehr früh ein eigenes Wort, gleich nach der sprachlichen Unterscheidung von Hell und Dunkel. Das althochdeutsche Wort rôt entwickelte sich aus dem germanischen rauðaż von indogermanisch ẖereúdʰ und bezeichnete die Farbgebung von Kupfer, Gold und anderen Metallen.

-Zinnoberrot
Cinnabarit, im deutschen Sprachraum auch als Zinnober bekannt, ist ein häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Sulfide und Sulfosalze“.

-Orangerot
wird wahrgenommen, „wenn nur der langwellige Bereich des Spektrums wirksam ist“

-Magentarot
wenn noch ein kurzwelliger Anteil hinzukommt oder gar in violettem Licht erstrahlt.

-violett
ist im eigentlichen Sinne die Bezeichnung der Spektralfarbe am kurzwelligen Ende, die sich an das Indigo anschließt und ins Ultraviolett übergeht. Nur in diesem Sinn ist Violett eine monochromatische Spektralfarbe. Schön fand die Zwergin mit der violetten Mütze ( ihr seht sie unten auf dem Gruppenbild links vorne ) dass das Wort „Violett“ dem französischen Begriff für Veilchen (violette) entspringt.

Viele Naturwesen, die sich mit diesen Farben bzw. im Herbst wohl fühlen mögen es besonders gerne, sich in diesen Farben in ihrer Gewandung zu zeigen. Dieses Jahr habe ich daher einmal eine kleine Auswahl an Naturwesen so gestaltet. Hier ist z.B. ist die (gestern) geborene „Herbst-Zwergen-Mutter mit Kind“:

Zwergin mit Baby C

Das Wort „Herbst“
hat sprachgeschichtlich denselben Ursprung wie das englische Wort „harvest“, Ernte(zeit), lat. Carpere -pflücken und griech. karpós-Frucht, Ertrag. Im Litauischen heisst es kirpti-schneiden und griechisch krōpíon-Sichel. Ursprünglich bedeutete das Wort „Herbst“: die Zeit der Ernte. Diese landwirtschaftliche Bedeutung blieb vielerorts erhalten, so auch im südwestdeutschen Sprachraum, da lebt die ursprüngliche Wortbedeutung als Dialekt- bzw. Fachausdruck für die (Wein)lese fort und wird mit dem Wort „herbsten“ bezeichnet.

Und hier als heutiger Abschluss sind die Ersten bereits gestalteten Herbst-Zwerge als sonntägliches allererstes Gruppenbild:

Erstes Gruppenfoto C