Nachdem die Wolle gelegt ist geht es dann ans Filzen. Wolle besitzt, wie das menschliche Haar ebenfalls, sehr feine Wiederhaken. Diese schützten das bewollte Tier vor Nässe und genau diese Eigenschaft macht man sich beim Filzen zu Nutze. Denn in der Verbindung mit Wasser stellen sich die Wiederhäkchen im Haar auf. Reibt man die Haare verhaken sich die abstehenden Wiederhäkchen dann langfristig ineinander und das Gewebe wird fest.

filz

Die Flzkunst ist eine der ältesten Techniken in der Textilverarbung. Für mich bleibt wohl immer faszinierend, wie durch „lieb drücken“, Geduld und Vorfreude aus meiner pflanzengefärbten Wolle die Stoffe für die Naturwesen entstehen:

roter und grauer Filz

Das weiche und doch feste Material bietet schier unendlich viele Gestaltungsmöglichkeiten. Diese reichen nicht nur für meine Art Naturwesen sichtbar zu machen:

Wasserwesen aus Wasserelementenfilz

auch hin zu vielfältigen anderen Formen wie z.B. Jonglierbällen, gefilzten Tieren zum Lieb-haben, wärmenden Hüten, einhüllenden Westen, weichen Stulpen, Handwärmerchen, kuscheligen Schaal´s, warmen Stuhlkissen, hübschen Tischsets, Handschuhe, Hausschuhe, Taschen….

Und alles, was man für Filzkunst die das Herz berührt braucht sind meines Erachtens nach nur drei Eigenschaften:

– die Liebe zum Werk
– Geduld
– Ausdauer.