In meinem kleinen kuriosen Garten wachsen immer die Heilkräuter die „gerade gebraucht werden“. Löwenzahnwurzeln weisen im Herbst den größten Anteil an Inulin auf, also habe ich heute einen Löwenzahn ausgegraben der im abgeernteten Zwiebelbeet noch munter vor sich hingewachsen war:

Löwenzahnwurzel

Man kann die Wurzel entweder gleich roh essen oder auch mal zu Löwenzahnkaffee weiterverarbeiten. Hierfür die Wurzeln säuberlich putzen und in gleich große, etwa 0,5 cm große Stücke schneiden. Auf ein Gitter ausbreiten und einen Tag antrocknen lassen. Am nächsten Tag bei ca. 50° weitertrocknen und dann ohne Fett in einer Pfanne bei kleiner Flamme rösten. Dabei immer wieder rühren. Mit einer Brise Kokosblütenzucker leicht karamellisieren , abkühlen lassen, mahlen und wie (löslicher) Kaffee mit heißem Wasser aufbrühen. Nicht zu lange ziehen lassen!

Tobinambur enthält ebenfalls Inulin …
und so habe ich heute die Erste von neun Tobinamburpflanzen geernet:

Tobinambur

mich über die schöne Farbe und lustigen Erscheinungsformen gefreut
und ein Tobinambur-Pakora ausprobiert:

Pakora

Hierfür hatte ich zur Eingewöhnung eine kleine halbe Tobinamburknolle in mundgerechte Stücke geschnitten und sie in einem Pakorateig für ca 2-3 Minuten in Kokosöl ausgebacken. Pakora ist ein Kichererbsenteig der mit Kreuzkümmelsamen, Salz und Chilli gewürzt wird. Einfach lecker!

In meinem Garten wuchs dieses Jahr auch jede Menge Hirtentäschel:

Hirtentäschel

Besonders die Hirtentäschelwurzeln:

gewaschene Hirtentäschelwurzel

erinnern mich vom Geschmack her an Tobinambur.
Die getrockneten Wurzeln:

Hirtentäschelwurzeln

habe ich gemahlen und mit Brennesselsamen:

Brennesselsamen

einen Sonnenblumenaufstrich gemacht:

Hirtentäschel Brennellelsamenpesto

Boah lecker !!! Und passt hervorragend zu selbstgebackenem Mais-Reis-Brot mit Sesamsamen:

Brot aus Samen